Rohstoff, Aktie

Deutsche Rohstoff Aktie: 30 Millionen Dollar Mehreinnahmen

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 03:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Deutsche Rohstoff AG übertrifft mit neuen Bohrungen die Erwartungen und sichert sich langfristige Wolfram-Einnahmen. Der Aktienkurs bleibt jedoch in der Korrekturphase.

Deutsche Rohstoff: Öl-Boom und Wolfram-Coup trotz Kursrückgang
Abstrakte Szene des Rohstoffsektors mit warmer Beleuchtung, die finanziellen Gewinn und positive Marktstimmung suggeriert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Deutsche Rohstoff AG meldet Fördererfolge im US-Ölgeschäft und einen strategischen Coup bei ihrer Wolfram-Beteiligung. Der Aktienkurs zeigt sich davon bisher unbeeindruckt. Anleger streiten darüber, wie viel diese guten Nachrichten wirklich wert sind.

Neue Bohrungen übertreffen die Erwartungen

Das erste Bohrfeld des US-Programms 2026, das Dillon/Billings Pad in der Niobrara-Formation, läuft seit Mitte Mai. Vier neue Bohrungen fördern gemeinsam bereits 6.000 Barrel Öl pro Tag. Das ergibt im Schnitt 1.500 Barrel pro Bohrung – deutlich mehr als vergleichbare Projekte in Wyoming.

Der Grund: Ein verbessertes Completion-Design steigert die Produktivität jeder einzelnen Bohrung. Das Unternehmen rechnet ab Juli mit einer Tagesförderung von über 20.000 Barrel Öläquivalent. Dieses Niveau soll das gesamte zweite Halbjahr 2026 halten, bei einem Ölanteil von rund 70 Prozent.

Bis Anfang Juli hat die Deutsche Rohstoff AG insgesamt 20 Bruttobohrungen in Betrieb genommen, davon 14 auf eigene Rechnung. Das Bohrprogramm läuft damit nach Plan.

Wolfram-Deal sichert Einnahmen über Jahre

Neben dem Ölgeschäft sorgt die Beteiligung an Almonty Industries für Gesprächsstoff. Almonty verlängert den Abnahmevertrag für Wolframkonzentrat aus der südkoreanischen Sangdong-Mine von 15 auf 21 Jahre. Das gesicherte Volumen wächst dadurch um 40 Prozent und deckt künftig rund 90 Prozent der geplanten Produktion ab.

Das Management rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen von mindestens 30 Millionen US-Dollar aus diesem Vertrag. Der kalkulierte Gesamtumsatz aus der Sangdong-Mine liegt bei 490 Millionen US-Dollar.

Bereits im April hatte die Deutsche Rohstoff AG ihre Jahresprognose angehoben. Der Verkauf eines Teils der Almonty-Beteiligung brachte damals fast 100 Millionen Euro Gewinn.

Für 2026 erwartet das Unternehmen ein EBITDA zwischen 290 und 310 Millionen Euro. Der Umsatz soll zwischen 260 und 280 Millionen Euro liegen.

Kurs bleibt in der Korrektur

Trotz dieser Fortschritte tut sich der Aktienkurs schwer. Am Freitag schloss die Aktie bei 76,10 Euro, ein Plus von 0,40 Prozent.

Zum 52-Wochen-Hoch von 117,80 Euro fehlen inzwischen 35,40 Prozent – die Korrektur ist deutlich sichtbar.

Der längere Trend zeigt allerdings Stärke. Der Kurs liegt neun Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 69,82 Euro. Operative Erfolge und Kurskorrektur laufen damit für den Moment nebeneinander her.

Die Produktionszahlen für Juli werden zeigen, ob die Deutsche Rohstoff AG ihre eigene Marke von 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erreicht. Bestätigt sich dieser Wert, hätte das Unternehmen ein starkes Argument für die zweite Jahreshälfte in der Hand.

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