Bitkom warnt: Deutschland braucht mehr eigene Rechenzentren
15.09.2025 - 14:49:07"Innerhalb Europas verfĂŒgt Deutschland ĂŒber die höchsten RechenkapazitĂ€ten", sagt Bitkom-PrĂ€sident Ralf Wintergerst der Deutschen Presse-Agentur. Aus internationaler Sicht verliere der Standort Deutschland aber eher an Bedeutung.
"Es ist höchste Zeit gegenzusteuern. Ohne Rechenzentren keine digitale SouverĂ€nitĂ€t", sagt Wintergerst. Dies werde angesichts der aktuellen geopolitischen Krisen ĂŒberdeutlich. So wachse auch in der deutschen Wirtschaft die Sorge vor einer zu hohen AbhĂ€ngigkeit von Cloud-Diensten aus dem Ausland.
Laut Bitkom ist die Metropolregion Frankfurt Deutschlands Rechenzentrums-Standort Nummer eins: Aktuell konzentriert sich hier eine IT-Anschlussleistung von rund 1.050 Megawatt, was mehr als einem Drittel der deutschen Gesamtleistung entspricht. DemnĂ€chst wird ein neues GroĂrechenzentrum in Hanau 180 Megawatt - also gut ein Sechstel der aktuellen Leistung im Rhein-Main-Gebiet - draufpacken.
Milliardeninvestition
Rund zwei Milliarden Euro wird der französische Data4-Konzern in den Standort investieren. Mit der symbolischen Grundsteinlegung haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft den Bau des neuen Rechenzentrums, das auf dem GelÀnde einer ehemaligen US-Kaserne entsteht, am Montag auf den Weg gebracht. Das Rechenzentrum in Hanau solle einer der leistungsstÀrksten, nachhaltigsten und innovativsten Standorte Europas werden und einen Beitrag zur digitalen SouverÀnitÀt und Zukunft des Kontinents leisten, sagte Konzernchef Olivier Micheli.

