Deutschland, Millionen

Deutschland fehlt 1,4 Millionen bezahlbare Wohnungen

29.01.2026 - 01:44:12

Eine Studie belegt ein massives Wohnungsdefizit in Deutschland, das zu explodierenden Mieten und sozialer Not führt. Bürokratie, hohe Kosten und Zinsen bremsen den dringend benötigten Neubau aus.

Der deutsche Wohnungsmarkt steckt in einer tiefen Krise. Eine aktuelle Studie des Pestel-Instituts beziffert das bundesweite Defizit auf einen Rekordwert von 1,4 Millionen Wohnungen. Besonders betroffen ist der bezahlbare Segment. Die Folgen sind explodierende Mieten und eine wachsende soziale Not.

Warum der Bau-Motor stottert

Die Gründe für den Stillstand sind vielschichtig. Eine überbordende Bürokratie, explodierende Baukosten und strenge Klimaauflagen bremsen neue Projekte aus. Die nach dem Regierungswechsel 2025 erhoffte Trendwende blieb bisher aus. Die Bauwirtschaft kritisiert die schleppende Umsetzung der im Koalitionsvertrag verankerten Pläne.

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Ihre Kernforderungen lauten:
* Schnellere Genehmigungsverfahren
* Vereinfachte Bauvorschriften
* Mehr Investitionsanreize

Zwar stieg die Zahl der Baugenehmigungen zuletzt leicht – von einer Entwarnung kann jedoch keine Rede sein.

Junge Generation als Verlierer

Das massive Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage trifft die Schwächsten besonders hart. Die Studie bezeichnet die junge Generation als „benachteiligte Gruppe“, die oft schon bei der ersten eigenen Wohnung scheitert. Gleichzeitig müssen viele Senioren ihre angestammten Mietwohnungen in den Städten verlassen, weil sie diese nicht mehr bezahlen können.
Die größten Defizite verzeichnen die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Banken halten den Geldhahn zu

Auch das wirtschaftliche Umfeld bietet kaum Rückenwind. Nach einer Stagnation im Vorjahr sind die Wachstumsprognosen für 2026 verhalten. Die hohen Zinsen der vergangenen Jahre belasten Bauträger und private Bauherren massiv. Viele Projekte sind schlicht unrentabel geworden.
Hinzu kommt eine extrem vorsichtige Kreditvergabepolitik der Banken. Ohne eine spürbare Konjunkturbelebung und verlässlichere politische Rahmenbedingungen bleibt die Investitionsbereitschaft gedämpft.

Eine Krise mit Folgen für alle

Der Wohnungsmangel ist längst mehr als ein Branchenproblem. Er gefährdet den Wirtschaftsstandort und den sozialen Frieden. Finden dringend benötigte Fachkräfte keine bezahlbare Unterkunft, verschärft das die Wachstumsschwäche weiter.
Instrumente wie die Mietpreisbremse haben den Kern des Problems – den Mangel – nicht gelöst, sondern teils sogar verschärft. In Metropolen wie Berlin ist die Zahl der Baugenehmigungen dramatisch eingebrochen, während der politische Fokus oft noch auf Regulierung statt auf Neubau-Anreizen liegt.

Warten auf den „Bau-Turbo“

Für eine echte Trendwende in diesem Jahr sind entschlossene politische Impulse nötig. Die Umsetzung des im Koalitionsvertrag angekündigten „Bau-Turbos“ zur Beschleunigung von Genehmigungen muss jetzt Priorität haben.
Neue Ansätze wie „Energy-Sharing“, das ab Juli die lokale Weitergabe von Solarstrom ermöglicht, könnten den Bau in Quartieren attraktiver machen. Auch die Umwandlung von Büro- in Wohnraum wird diskutiert.
Experten rechnen frühestens im Laufe des Jahres mit einer Trendumkehr bei den Genehmigungszahlen. Bis dahin bleibt der Druck auf die Politik enorm, endlich wirksame Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum zu ergreifen.

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