SPD: Deutschland muss Beziehung zu USA neu definieren
08.02.2026 - 18:01:25Die Politik von PrĂ€sident Donald Trump wecke Zweifel an der VerlĂ€sslichkeit der US-Regierung als internationaler Partner und VerbĂŒndeter, heiĂt es in einem Papier, das vom SPD-Parteivorstand in Berlin beschlossen wurde. Deutschland mĂŒsse deshalb eine realistische Bestandsaufnahme vornehmen.
Seit der letzten grundlegenden auĂenpolitischen Positionierung im Dezember 2023 habe sich die geopolitische Lage verĂ€ndert: "WĂ€hrend das VerhĂ€ltnis zu den USA unter der Regierung Biden noch von einem tiefen, gemeinsamen Wertefundament geprĂ€gt war, weckt die AmtsfĂŒhrung von Donald Trump Zweifel an dieser VerlĂ€sslichkeit. Die transatlantischen Beziehungen sind keine SelbstverstĂ€ndlichkeit mehr", heiĂt es in dem Papier.
Prinzip "Buy European"
Parteichef Lars Klingbeil betonte: "Die spĂŒrbare Abwendung der US-Regierung unter Donald Trump von BĂŒndnissen und Allianzen ist eine RealitĂ€t." Deshalb mĂŒsse Europa zwar Partnerschaft anbieten, gleichzeitig aber auf eigene StĂ€rke setzen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir gehen dafĂŒr mit Frankreich und anderen in Europa voran. Ich will ein Europa, das politisch und wirtschaftlich kraftvoll ist, ein attraktives Zentrum und ein verlĂ€sslicher Partner fĂŒr andere Staaten und Regionen."
Klingbeil wirbt unter anderem fĂŒr das "Buy European"-Prinzip: EuropĂ€ische Produkte sollten zum Beispiel in der Verteidigung bevorzugt werden. "Wir stĂ€rken unsere UnabhĂ€ngigkeit und sichern ArbeitsplĂ€tze in Deutschland und Europa."

