Bevölkerung, Deutschland

Die Bevölkerung in Deutschland stagniert

16.06.2026 - 09:14:42 | dpa.de

Deutschland wÀchst nicht mehr: Die Bevölkerungszahl sank zum Jahresende 2025 auf 83,5 Millionen Menschen.

Das waren laut Statistischem Bundesamt 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen, wie die Statistiker berichteten: "Im Jahr 2025 sank die Bevölkerungszahl nun erstmals seit 2020 wieder."

Der Grund: Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit nicht ausgleichen. 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr SterbefĂ€lle als Geburten. Gleichzeitig ging der Wanderungssaldo - also die Differenz zwischen den Zu- und FortzĂŒgen - von plus 430.000 auf 235.000 deutlich zurĂŒck.

Nur Berlin, Hamburg und Bremen im Plus

Der BevölkerungsrĂŒckgang fiel in den östlichen BundeslĂ€ndern mit 0,5 Prozent prozentual stĂ€rker aus als in den westdeutschen BundeslĂ€ndern. Einen Bevölkerungszuwachs hatten nur die drei Stadtstaaten Berlin und Hamburg (+0,4 %) sowie Bremen (+0,3 %) zu verzeichnen.

In den FlĂ€chenlĂ€ndern ging die Bevölkerungszahl hingegen zurĂŒck oder blieb annĂ€hernd stabil. Am stĂ€rksten waren ThĂŒringen (-1,0 %), Sachsen-Anhalt (-0,7 %) und das Saarland (-0,5 %) vom BevölkerungsrĂŒckgang betroffen.

Mehr Àltere Menschen

Als einzige Altersgruppe wĂ€chst die Zahl der 60- bis 79-JĂ€hrigen (+2,8 %). Grund ist, dass geburtenstarke JahrgĂ€nge - die Babyboomer - in diese Altersgruppe hineinwachsen. Die Zahl der ĂŒber 80-JĂ€hrigen ging zurĂŒck (-2,5 %). Hintergrund ist, dass die geburtenschwachen JahrgĂ€nge um das Ende des Zweiten Weltkrieges dieses Alter erreichen.

Die Altersstruktur unterscheidet sich stark zwischen der deutschen und der auslĂ€ndischen Bevölkerung, wie das Bundesamt ausfĂŒhrte. Der Anteil der ĂŒber 60-JĂ€hrigen in der auslĂ€ndischen Bevölkerung war mit 13,4 Prozent deutlich niedriger als in der deutschen Bevölkerung (34,1 Prozent). DafĂŒr war der Anteil JĂŒngerer entsprechend höher.

AuslĂ€ndische Bevölkerung wĂ€chst geringfĂŒgig

Die auslÀndische Bevölkerung wuchs im Jahr 2025 um 0,3 Prozent und lag zum Jahresende bei 12,4 Millionen Menschen. "Somit liegt der Zuwachs sowohl relativ als auch absolut gesehen deutlich unter den ZuwÀchsen der letzten 15 Jahre", so die Statistiker. 2024 hatte die auslÀndische Bevölkerung noch um 2,3 Prozent zugenommen.

Der AuslĂ€nderanteil fĂ€llt je nach Altersgruppe unterschiedlich aus. Bei Kindern und Teenagern liegt der AuslĂ€nderanteil bei 15,2 Prozent. Die grĂ¶ĂŸten auslĂ€ndischen Gruppen bilden wie in den vergangenen Jahren TĂŒrkinnen und TĂŒrken (1.385.000), gefolgt von Staatsangehörigen aus der Ukraine (1.167.000), Syrien (856.000), RumĂ€nien (763.000) und Polen (700.000).

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