Ergebnisse, Produktion/Absatz

Thyssenkrupp-Stahl will Tausende Stellen abbauen

25.11.2024 - 14:25:07 | dpa.de

Deutschlands grĂ¶ĂŸte Stahlfirma Thyssenkrupp DE0007500001 Steel Europe will in den kommenden Jahren mehrere tausend Stellen abbauen.

Die Zahl der ArbeitsplÀtze soll innerhalb von sechs Jahren von aktuell rund 27.000 auf 16.000 schrumpfen, wie das Unternehmen mitteilte.

Demnach sollen etwa 5.000 Stellen bis Ende 2030 durch "Anpassungen in Produktion und Verwaltung" abgebaut werden. 6.000 weitere Stellen sollen durch Ausgliederungen auf externe Dienstleister oder GeschĂ€ftsverkĂ€ufe ausgelagert werden. Dies gehöre zu wesentlichen Eckpunkten fĂŒr ein industrielles Zukunftskonzept.

Damit reagiert das Unternehmen, das mehrheitlich dem Industriekonzern Thyssenkrupp gehört, auf die NachfrageschwÀche am Stahlmarkt. Die ProduktionskapazitÀten sollen von derzeit 11,5 Millionen Tonnen pro Jahr auf nur noch 8,7 bis 9,0 Tonnen gesenkt werden. Das entspreche der Versandmenge des vergangenen GeschÀftsjahres. Die im MDax DE0008467416 notierte Aktie von Thyssenkrupp reagierte kaum auf die Vorhaben und trat am Nachmittag mit minus 0,1 Prozent auf der Stelle.

Man wolle fĂŒr möglichst viele BeschĂ€ftigte langfristige Perspektiven schaffen, sagte Thyssenkrupps Stahlchef Dennis Grimm. Deshalb werde man sich durch gezielte KapazitĂ€tsanpassungen und Kostensenkungen an die verĂ€nderten Marktbedingungen anpassen. "Um uns zukunftsfest aufzustellen, ist eine umfassende Optimierung und Verschlankung unseres Produktionsnetzwerkes und unserer Prozesse notwendig."

Stahlsparte soll eigene Wege gehen

Parallel zu dem Sparprogramm will die Konzernmutter Thyssenkrupp die VerselbststÀndigung des Stahlbereichs vorantreiben. Derzeit hÀlt das tschechische Energieunternehmen EPCG des tschechischen MilliardÀrs Daniel Kretinsky schon 20 Prozent, in einem nÀchsten Schritt soll dieser Anteil auf 50 Prozent steigen.

GrĂŒnstahl-Anlage soll weitergebaut werden

Deutschlands grĂ¶ĂŸte Stahlfirma ist schon lange unter Druck, Billigimporte aus Asien, hohe Kosten und eine schwache Nachfrage haben zu verlustreichen GeschĂ€ften gefĂŒhrt. Im Sinne des Klimaschutzes sind zudem hohe Investitionen nötig, um die CO2-Bilanz der energieintensiven Stahlproduktion zu verbessern. In Duisburg soll in der Zukunft mit Wasserstoff "GrĂŒnstahl" produziert werden, der Bund und das Land NRW fördern eine teure neue Anlage mit insgesamt zwei Milliarden Euro.

Trotz der krĂ€ftigen Finanzspritze des Staates ist das Vorhaben fĂŒr Thyssenkrupp Steel eine teure Sache. Medienberichten zufolge war intern ĂŒber einen Ausstieg aus dem Vorhaben nachgedacht worden. Nun betont das Unternehmen, dass man an dem Plan festhalte, die bereits im Bau befindliche Direktreduktionsanlage fertigzustellen. Gleichzeitig fĂŒhre man "konstruktive GesprĂ€che", "um die Wirtschaftlichkeit dieses großen Investitionsprojekts unter den sich schnell verĂ€ndernden Rahmenbedingungen sicherzustellen".

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