HeilbÀder- und Kurorte drÀngen auf Finanzhilfen vom Bund
06.11.2025 - 06:43:29Es gebe insbesondere unter den deutschlandweit 150 ThermalbĂ€dern in kommunaler TrĂ€gerschaft Einrichtungen, die von der SchlieĂung bedroht seien, sagte die PrĂ€sidentin des Deutschen HeilbĂ€derverbands, Brigitte Goert-Meissner, am Rande des Deutschen HeilbĂ€dertages am Donnerstag im thĂŒringischen Bad Frankenhausen.
"Wir sind ein Wirtschaftsfaktor, gerade im lĂ€ndlichen Raum, den es zu beachten gilt - auch auf Bundesebene", so Goertz-Meissner. Steigende Energie- und Personalkosten, aber auch nie ausgeglichene Verluste durch ZwangsschlieĂungen wĂ€hrend der Corona-Pandemie hĂ€tten die kommunalen BĂ€der in finanzielle Nöte gebracht. Hinzu komme, dass die meisten Kurorte ohnehin kleine Gemeinden seien, die strukturell mit der Aufgabe der BĂ€derfinanzierung ĂŒberfordert seien, so die VerbandsprĂ€sidentin.
550.000 ArbeitsplÀtze in der Branche
Angesichts von 550.000 ArbeitsplÀtzen in der Branche und einer steigenden Nachfrage nach den Angeboten der BÀder brauche es mehr Beachtung auch auf Bundesebene. Goertz-Meissner kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die ThermalbÀder nicht von dem neu aufgelegten Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler SportstÀtten profitieren.
FĂŒr die Sanierung beispielsweise von SchwimmbĂ€dern sind in dem Programm des Bundesbauministeriums 333 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes fĂŒr die Infrastruktur und KimaneutralitĂ€t vorgesehen - nicht aber fĂŒr ThermalbĂ€der, so die VerbandsprĂ€sidentin. "Wir wurden vergessen", kritisiert Goertz-Meissner.
Um auch in Zukunft von der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen profitieren zu können, brauche es in Deutschlands Heil- und ThermalbĂ€dern Investitionen. FĂŒr die allerdings fehle den Kommunen erst recht das Geld.

