DFRobot, KI-Hardware

DFRobot bringt KI-Hardware in die Klassenzimmer

22.01.2026 - 10:02:12

Auf der Bildungsmesse BETT 2026 stellt DFRobot leistungsstarke KI- und Robotik-Hardware vor, um Schülern praktische Erfahrungen mit Edge-KI und autonomen Systemen zu ermöglichen.

London – Auf der Bildungsmesse BETT 2026 hat DFRobot neue KI- und Robotik-Lösungen vorgestellt. Sie sollen Schülern praktische Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz ermöglichen. Der Anbieter von Open-Source-Hardware präsentiert mit dem HuskyLens 2 und dem BOSON AI Vision Sensor zwei Werkzeuge, die KI im Unterricht greifbar machen.

Die Neuheiten markieren einen pädagogischen Wandel: weg von einfachen Linienfolge-Robotern, hin zu komplexen, autonomen Systemen mit eigener Entscheidungsfähigkeit. Gezeigt werden die Produkte noch bis zum 23. Januar am Stand SM23 in London.

HuskyLens 2: KI-Beschleuniger für den Unterricht

Das Flaggschiff der Messe ist der HuskyLens 2. Der KI-Visionssensor ist eine deutliche Leistungssteigerung zum Vorgänger. Ein 1,6-GHz-Dual-Core-Prozessor und ein KI-Beschleuniger mit 6 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) ermöglichen schnelle Berechnungen direkt auf dem Gerät. Komplexe KI-Modelle laufen so ohne Cloud-Anbindung – ideal für das Klassenzimmer.

Über 20 vorinstallierte Algorithmen beherrschen Gesichts-, Objekt- und Etiketten-Erkennung. Eine Schlüsselinnovation ist die Kompatibilität mit Model Context Protocol (MCP)-Diensten. Dadurch kann der Sensor mit großen Sprachmodellen (LLMs) interagieren. Schüler könnten so Roboter bauen, die visuelle Daten in einem sprachlichen Kontext “verstehen” und verarbeiten.

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Passend zum Thema KI in Schulen: Seit dem 1. August 2024 ist die EU‑KI‑Verordnung in Kraft – sie verlangt Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und umfassende Dokumentation für viele KI-Systeme. Auch visuelle Sensoren mit LLM-Anbindung wie der HuskyLens 2 können davon betroffen sein. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Pflichten Hersteller, Schulen und Entwickler jetzt erfüllen müssen und wie Sie Ihre KI‑Projekte rechtskonform planen. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen

Von der Wahrnehmung zur Entscheidung

Am Messestand demonstrierte DFRobot, wie die Sensoren mit Robotik-Plattformen fortgeschrittene Konzepte vermitteln. Im Fokus steht der komplette Prozess von der Wahrnehmung zur Entscheidung in autonomen Systemen.

Ein Highlight: Der Roboter Maqueen Plus V3 mit HuskyLens 2. Statt einer einfachen Linienverfolgung zeigte das Setup ein visionenbasiertes autonomes Fahren. Der Roboter traf Echtzeit-Entscheidungen zur Navigation und Hindernisvermeidung – basierend rein auf visuellen Eingaben.

Ein weiteres Projekt: der UNIHIKER K10, ein KI-Programmierboard, in einem “Smart Animal Recognition Feeder”. Ein speziell trainierter Modell auf dem HuskyLens 2 erkannte bestimmte Tiere und löste mechanische Reaktionen aus. So simuliert das Projekt reale KI-Lösungen in der Landwirtschaft.

Interaktive Beispiele begeisterten die Besucher:
* Geste-steuertes Gaming: Handbewegungen, erkannt vom HuskyLens 2, steuerten ein Spiel – eine Kombination aus physischer Bewegung und Block-Programmierung.
* Pose-Erkennungs-Roboter: Ein Roboter spiegelte die Armbewegungen eines Besuchers in Echtzeit wider, basierend auf Algorithmen zur Schätzung der Körperhaltung.

BOSON: KI für die Jüngsten

Für jüngere Schüler hat DFRobot den BOSON AI Vision Sensor entwickelt. Das Modul ist als “Zero-Coding”-Einstieg in die KI gedacht. Grundschüler können so Maschinelles Lernen durch direkte Interaktion mit Objekten erfahren, ohne die Hürde der textbasierten Programmierung.

In der BOSON-Zone zeigte ein “Smart Fruit Shop”, wie der Sensor verschiedene Früchte erkennt und einfache Automatisierungen auslöst. Dieser Steck-und-spiel-Ansatz entspricht dem Bildungstrend, KI-Kompetenz und informatisches Denken schon früh zu fördern.

Markttrend: Leistungsstarke KI für alle

Die Einführung des HuskyLens 2 mit 6 TOPS spiegelt einen klaren Trend im EdTech-Markt wider: die Demokratisierung leistungsstarker Edge-KI. Analysten auf der BETT betonten, dass solche Rechenleistung in erschwinglichen Klassenzimmer-Geräten Themen wie Computersehen und Neuronale Netze für die Schulbildung öffnet – bisher oft Universitätsstoff.

Durch die Integration der Sensoren in etablierte Plattformen wie den micro:bit und die eigene UNIHIKER-Serie schafft DFRobot einen skalierbaren Lehrplan. Er wächst mit dem Schüler: vom code-freien Erkunden mit BOSON bis zur Python-Programmierung mit dem HuskyLens 2.

Die Ausstellung von DFRobot auf der BETT 2026 unterstreicht eine Entwicklung: Die nächste Phase der MINT-Bildung wird stark auf die Verbindung von generativer KI und physischer Robotik setzen. So bereiten die neuen Hardware-Lösungen Schüler auf einen Arbeitsmarkt vor, der zunehmend auf intelligente Automation setzt. Nach der Messe sollen die Produkte weltweit für den Bildungsmarkt verfügbar werden.

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