DHL, Aktie

DHL Aktie: GoGreen Plus ab September 2026

29.05.2026 - 19:19:53 | boerse-global.de

DHL ersetzt GoGreen durch GoGreen Plus und setzt auf direkte Emissionsvermeidung statt Kompensation. Die Aktie profitiert von starken Quartalszahlen.

DHL Aktie: GoGreen Plus ab September 2026 - Foto: über boerse-global.de
DHL Aktie: GoGreen Plus ab September 2026 - Foto: über boerse-global.de

DHL stellt sein deutsches Paket- und Briefgeschäft ab September 2026 um. Der bisherige Basis-Service „GoGreen“ verschwindet, an seine Stelle rückt flächendeckend „GoGreen Plus“. Für den Konzern ist das mehr als ein Etikettenwechsel. Es ist eine klare Verschiebung weg von nachträglicher Kompensation hin zu direkter Emissionsvermeidung im eigenen Netz.

Von Kompensation zu Insetting

Bislang glich DHL die entstehenden Treibhausgase bei „GoGreen“ über externe Klimaprojekte aus. Künftig setzt der Logistiker auf Insetting. Das heißt: Die Emissionen sollen direkt in der Transport- und Zustellkette sinken.

Dafür nennt der Konzern konkrete Hebel wie Biogas, Elektro-Lkw und nachhaltige Kraftstoffe. Genau dieser Ansatz passt zu einem Marktumfeld, in dem reine CO2-Kompensation zunehmend unter Druck gerät.

Antwort auf strengere Regeln

Der Hintergrund ist regulatorisch. In Deutschland treten im Herbst verschärfte Vorgaben im Rahmen des UWG in Kraft, die die EmpCo-Richtlinie umsetzen. Werbung mit bloßen CO2-Ausgleichen wird damit deutlich enger gefasst.

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DHL stellt sich mit der Umstellung auf nachvollziehbares Insetting frühzeitig darauf ein. Das dürfte auch Geschäftskunden helfen, die ihre eigenen Klimaversprechen künftig sauberer absichern müssen. Für den Konzern reduziert das zugleich das Risiko, bei Umweltversprechen in die Greenwashing-Debatte zu geraten.

Aktie nahe dem Hoch

An der Börse kommt der Schritt in einem günstigen Moment. Die DHL-Aktie notiert nahe ihrem bisherigen Jahreshöchststand und stieg zuletzt auf über 51 Euro. Rückenwind liefert nicht nur die Strategie, sondern auch das operative Bild.

Im ersten Quartal legte das EBIT um 8,3 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Der Free Cashflow sprang sogar um 65 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Dividende wurde auf 1,90 Euro je Aktie erhöht.

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Jefferies bleibt bei „Hold“ und setzt das Kursziel bei 52 Euro an. Die Analysten verweisen auf leicht unter Vorjahr liegende Luftfrachtraten im Mai, sehen den Konzern operativ aber solide aufgestellt. Damit bleibt die Aktie in Reichweite ihres bisherigen Hochs — und die neue Nachhaltigkeitsstrategie liefert einen weiteren Baustein für die Argumentation des Managements.

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