Die AES-Aktie profitiert von höherer Prognose und soliden Quartalszahlen
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 11:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die AES-Aktie (ISIN US00130H1059) steht nach einer angehobenen Jahresprognose und robusten Quartalszahlen im Blickpunkt, nachdem der US-Energiekonzern seinen bereinigten Gewinn je Aktie im GeschĂ€ftsjahr 2023 um rund 15 Prozent auf 1,67 US-Dollar steigern konnte und fĂŒr 2024 ein weiteres Plus angekĂŒndigt hat. Laut Unternehmensangaben per 31.12.2023 lag der bereinigte Gewinn damit klar ĂŒber dem Vorjahreswert von 1,45 US-Dollar je Aktie und in der oberen HĂ€lfte der zuvor kommunizierten Spanne.
Höhere Prognose und zweistelliges Gewinnwachstum
Der US-Stromerzeuger AES Corp. mit Sitz in Arlington, Virginia, hat im GeschĂ€ftsjahr 2023 seinen bereinigten Gewinn je Aktie auf 1,67 US-Dollar gesteigert, nach 1,45 US-Dollar im Jahr 2022, was einem Zuwachs von rund 15 Prozent entspricht. In demselben Zeitraum legte der bereinigte Nettogewinn nach Unternehmensangaben auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar zu, gegenĂŒber etwa 960 Millionen US-Dollar im Vorjahr, was ein Plus von ĂŒber 10 Prozent bedeutet.
Auch beim Umsatz zeigte sich AES operativ solide: FĂŒr 2023 meldete der Konzern Erlöse von rund 12,7 Milliarden US-Dollar nach etwa 12,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Damit blieb der Umsatz nahezu stabil, wĂ€hrend die ProfitabilitĂ€t dank Portfolio-Optimierungen und eines höheren Anteils an erneuerbaren Projekten anstieg. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich nach Angaben des Unternehmens leicht und unterstreicht den Fokus auf margenstĂ€rkere VertrĂ€ge.
Ausblick mit Wachstumskorridor fĂŒr den Gewinn je Aktie
FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 strebt AES laut Unternehmensguidance einen weiteren Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie an und peilt eine Spanne von rund 1,90 bis 2,10 US-Dollar an. GegenĂŒber den 1,67 US-Dollar aus 2023 entsprĂ€che dies im Mittel einem Wachstum von etwa 18 Prozent, falls der Zielkorridor erreicht wird. Zudem bestĂ€tigt AES ein mittelfristiges EPS-Wachstumsziel im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich pro Jahr.
Parallel dazu investiert der Konzern krĂ€ftig in den Ausbau erneuerbarer Energien. Das Unternehmen gab an, 2023 rund 3,5 Gigawatt an neuen erneuerbaren KapazitĂ€ten in Bau oder Betrieb gebracht zu haben, nach etwa 3,0 Gigawatt im Jahr 2022. Das Projektportfolio im Bereich Wind, Solar und Speicher belĂ€uft sich auf deutlich ĂŒber 10 Gigawatt an zugesagten Projekten, die in den kommenden Jahren schrittweise ans Netz gehen sollen.
Kennzahlen und PrÀsentationen zur AES-Aktie im Detail
Investoren finden auf der Investor-Relations-Seite von AES ausfĂŒhrliche Quartalsberichte, PrĂ€sentationen und Angaben zur Dividendenpolitik, um die Entwicklung der AES-Aktie besser einordnen zu können.
Verschuldung, Cashflow und Dividende im Blick
Die Kapitalstruktur bleibt fĂŒr Anleger ein entscheidender Punkt. AES wies zum 31.12.2023 eine Nettoverschuldung von rund 24 Milliarden US-Dollar aus, was angesichts des kapitalintensiven GeschĂ€ftsmodells im Versorgersektor nicht ungewöhnlich ist. Das VerhĂ€ltnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA lag nach Unternehmensangaben im Bereich von etwa 4,5, nach gut 4,7 im Jahr zuvor, womit die Verschuldung im VerhĂ€ltnis zur Ertragskraft leicht zurĂŒckging.
Beim Cashflow erzielte AES 2023 einen operativen Cashflow von rund 3,0 Milliarden US-Dollar, nach etwa 2,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Damit erhöhte sich der Mittelzufluss aus dem operativen GeschĂ€ft um gut 11 Prozent. Ein Teil dieses Cashflows wird in das Wachstum bei erneuerbaren Energien reinvestiert, ein weiterer Teil flieĂt in die Dividende: FĂŒr das Jahr 2023 zahlte AES insgesamt rund 470 Millionen US-Dollar an Dividenden aus, nach gut 450 Millionen US-Dollar im Jahr 2022, was einer moderaten Steigerung entspricht.
Erneuerbare Energien als Wachstumstreiber
Strategisch stellt AES sein Portfolio zunehmend auf saubere Energiequellen um. Der Konzern gibt an, dass mehr als 50 Prozent der neu zugesagten KapazitÀten 2023 aus Solar- und Windprojekten stammen, hÀufig kombiniert mit Batteriespeichern. Im gleichen Zeitraum wurden mehrere Kohlekraftwerksbeteiligungen reduziert oder auslaufende VertrÀge nicht verlÀngert, um die CO2-IntensitÀt des Portfolios zu senken.
FĂŒr europĂ€ische Anleger ist AES auch im Vergleich mit anderen Versorgern interessant, die ebenfalls stark auf Dekarbonisierung setzen. WĂ€hrend groĂe europĂ€ische Player wie Enel, Iberdrola oder RWE zweistellige MilliardenbetrĂ€ge in erneuerbare Energien investieren, bewegt sich AES bei den jĂ€hrlichen Investitionen im mittleren einstelligen Milliardenbereich in US-Dollar und bleibt damit in einer Ă€hnlichen GröĂenordnung im VerhĂ€ltnis zur Bilanzsumme. FĂŒr Anleger zĂ€hlt bei der AES-Aktie nun, ob das Unternehmen die geplanten Projekte im Zeit- und Budgetrahmen umsetzen kann.
StromvertrĂ€ge und Unternehmenslösung fĂŒr GroĂkunden
Ein wichtiger Wachstumspfad fĂŒr AES sind langfristige StromliefervertrĂ€ge mit groĂen Industriekunden und Technologieunternehmen, die ihren Strombedarf zunehmend aus erneuerbaren Quellen decken wollen. AES schloss in den vergangenen Jahren mehrere Power Purchase Agreements (PPAs) ĂŒber insgesamt mehrere Gigawatt KapazitĂ€t ab, unter anderem mit Unternehmen aus der Technologie- und Kommunikationsbranche. Diese VertrĂ€ge bieten dem Versorger langfristig planbare Cashflows und unterstĂŒtzen gleichzeitig die Dekarbonisierungsziele der Kunden.
Im GeschĂ€ftsbericht 2023 verweist AES auf einen bestehenden PPA-Vertragspool im zweistelligen Gigawattbereich, der in den kommenden Jahren sukzessive in Betrieb gehende Projekte umfasst. FĂŒr das laufende Jahr 2024 und die Folgejahre sind zusĂ€tzliche VertragsabschlĂŒsse geplant, wodurch das Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie unterstĂŒtzt werden soll. Die Marge in diesem Segment hĂ€ngt stark von Projektkosten, ZinssĂ€tzen und Strompreisentwicklung ab, weshalb Investoren diese Kennzahlen bei der Bewertung der AES-Aktie genau verfolgen.
Beispielprodukt: erneuerbare Stromlösungen fĂŒr Unternehmen
Zu den reprĂ€sentativen Angeboten von AES zĂ€hlen integrierte erneuerbare Stromlösungen fĂŒr Unternehmenskunden, bei denen Solar- oder Windparks zusammen mit Batteriespeichern und langfristigen StromabnahmevertrĂ€gen kombiniert werden. Dieses ProduktbĂŒndel ermöglicht es Kunden, einen groĂen Teil ihres Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu decken und zugleich die VolatilitĂ€t der Einspeisung ĂŒber Speichertechnologien abzufedern.
AES-Aktie und Bewertung im Marktumfeld
Die AES-Aktie wird primĂ€r an der New York Stock Exchange gehandelt und gehört dem US-Indexumfeld der Versorger an. Beim Kurs-Bewertungsniveau orientieren sich viele Anleger am bereinigten Gewinn je Aktie: Legt man den Wert von 1,67 US-Dollar fĂŒr 2023 und die Unternehmensprognose von 1,90 bis 2,10 US-Dollar fĂŒr 2024 zugrunde, ergibt sich auf Sicht von zwölf bis 24 Monaten ein zweistelliges Gewinnwachstum, das in Relation zum aktuellen Kursniveau und zum Verschuldungsgrad bewertet werden muss.
Fakten zur AES-Aktie
- Unternehmen: AES Corp.
- ISIN: US00130H1059
- Ticker: AES
- Handelsplatz: NYSE
- Sektor / Branche: Versorger / Stromerzeugung, erneuerbare Energien
- Indexzugehörigkeit: S&P 500 (US-Versorgersegment)
- NĂ€chstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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