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AKTIEN IM FOKUS: Novo Nordisk erholt - FDA will gegen Wegovy-Kopie vorgehen

06.02.2026 - 11:49:00

Die Aktien von Novo Nordisk DK0062498333 haben am Freitag mit einem Kursplus von gut 5 Prozent auf 295,60 dänische Kronen einen Stabilisierungsversuch gestartet.

Zuvor hatten die Papiere des Pharmakonzerns binnen zwei Tagen fast ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt.

Zur Wochenmitte war ihr Kurs eingebrochen, nachdem der Geschäftsausblick des dänischen Pharmakonzerns enttäuscht hatte. So läuft der US-Pharmahersteller Eli Lilly US5324571083 im Milliardengeschäft mit Abnehmmedikamenten dem direkten Konkurrenten immer weiter davon.

Am Donnerstag dann waren aber sowohl Novo Nordisk als auch Eli Lilly stark unter Druck geraten. Der Grund: Laut der Nachrichtenagentur Reuters will das US-Telemedizinunternehmen Hims and Hers US4330001060 eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy von Novo Nordisk für einen Einführungspreis von 49 US-Dollar im Monat auf den Markt bringen. Danach sollen Patienten mit einem Fünf-Monats-Bestellplan 99 Dollar monatlich zahlen, was rund 100 Dollar weniger wäre als das, was Novo laut Reuters verlangt.

Novo Nordisk kündigte daraufhin allerdings an, rechtliche Schritte gegen Hims and Hers einzuleiten. "Das Vorgehen von Hims & Hers ist eine illegale, massenhafte Zusammenstellung des Mittels, die ein erhebliches Risiko für die Patientensicherheit darstellt", hieß es von den Dänen.

Analyst Matthew Weston von der Schweizer Großbank verweist am Freitag zudem darauf, dass ein Beamter der US-Arzneimittelbehörde FDA mittlerweile auch angekündigt habe, gegen illegale Kopien des Abnehmmittels Wegovy vorzugehen. Das sei zunächst sehr positiv für den dänischen Pharmakonzern, so der Experte. Allerdings sei noch unklar, ob die FDA nur gegen die Nachahmung der Pille vorgehen wolle oder auch gegen eine Nachahmung der Wegovy-Spritze.

Auch die Aktien von Eli Lilly profitierten von den aktuellen Entwicklungen zum Wochenschluss. Für sie zeichnete sich im vorbörslichen US-Handel ein Kursplus von 3,7 Prozent ab.

@ dpa.de

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