Aktien Frankfurt Schluss: VerschÀrfte Geopolitik setzt Dax weiter zu
20.01.2026 - 17:54:12 | dpa.deFĂŒr den Dax DE0008469008, der zum Wochenauftakt wieder unter die runde Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, geht die Korrektur der vorherigen Rekordjagd weiter. Erstmals seit Anfang Dezember fiel er wieder unter seine 21-Tage-Durchschnittslinie, die den kurzfristigen Trend abbildet.
Zum Handelsschluss sank der deutsche Leitindex um 1,03 Prozent auf 24.703,12 Punkte. In der Vorwoche hatte noch eine Bestmarke von 25.507 Punkten erreicht, nun aber ist der Jahresgewinn fast wieder vollstÀndig aufgezehrt.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Börsenwerte verlor am Dienstag 1,86 Prozent auf 30.803,23 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab um 0,57 Prozent auf 5.892,08 Punkte nach und entfernte sich damit weiter von seinem in der Vorwoche erreichten Rekordhoch bei deutlich ĂŒber 6.000 ZĂ€hlern.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte den europĂ€ischen Anlegern am Wochenende die Laune verdorben. Wegen des Grönland-Streits hatte er Strafzölle ab Februar angekĂŒndigt, die zum 1. Juni noch steigen sollen, sofern kein Abkommen ĂŒber den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Betroffen von den Zöllen sind acht europĂ€ische Nato-LĂ€nder, darunter Deutschland.
"Das geopolitische Chaos auf der WeltbĂŒhne setzt auch am zweiten Handelstag der Woche den AktienmĂ€rkten deutlich zu und lĂ€sst Investoren in den Risk-off-Modus schalten", erlĂ€uterte Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets. Der sichere Hafen Gold werde weiter angesteuert. "Dass ausgerechnet der Euro gegenĂŒber dem US-Dollar steigt, weil Investoren aus Amerika fliehen, hilft den um gleichzeitig höhere Zölle bangenden Exporteuren im Dax so gar nicht", ergĂ€nzte sie.
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