AMD, US0079031078

Die AMD-Aktie legt nach starken KI-Chip-Zahlen zu

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 14:19 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die AMD-Aktie reagiert auf robuste Wachstumszahlen im KI-Chip-Geschäft und den jüngsten Quartalsbericht des US-Halbleiterkonzerns. Umsatz und Gewinn steigen deutlich, während der Markt das Potenzial von MI300 und Co. neu bewertet.

Isometrische 3D-Illustration mit Serverracks, Kühlaggregaten, Netzwerkswitches und CPU-Chips in einem technischen Diagramm-Layout auf hellblauem Hintergrund, kein Markenname
AMD Server ISIN US0079031078 isometrische 3D Illustration von Serverinfrastruktur und Chip Architektur, Illustration mit AI erstellt.

Advanced Micro Devices Inc. (AMD-Aktie, ISIN US0079031078) steht mit den jüngsten Zahlen zum Geschäft mit KI-Beschleunigern im Fokus, nachdem der Konzern seinen Quartalsbericht für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt und ein kräftiges Wachstum in zentralen Sparten ausgewiesen hat. Laut Unternehmensangaben für das zweite Quartal 2024 stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 8 Prozent auf etwa 6,8 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) im gleichen Zeitraum auf knapp 0,70 US-Dollar zunahm. Für Anleger ist besonders der KI-Bereich interessant: Das Data-Center-Segment mit den MI300-Chips verzeichnete ein deutlich zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahr und wurde zu einem zentralen Treiber der AMD-Aktie.

Quartalszahlen und Wachstumsschub im Data-Center-Geschäft

Im zweiten Quartal 2024 zeigte AMD, wie wichtig das Data-Center-Geschäft für die mittelfristige Entwicklung geworden ist. Der Umsatz im Data-Center-Segment legte im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zu und erreichte laut Unternehmensbericht einen Wert von rund 3,0 Milliarden US-Dollar, nachdem im gleichen Zeitraum 2023 noch etwa 2,0 Milliarden US-Dollar erzielt wurden. Damit ergibt sich ein Wachstum von etwa 50 Prozent binnen eines Jahres, das zu großen Teilen auf die Nachfrage nach KI-Beschleunigern der MI300-Familie zurückgeführt wird. Gleichzeitig bleibt das klassische CPU-Geschäft, insbesondere mit EPYC-Prozessoren, ein wichtiger Umsatzträger, auch wenn die Wachstumsraten im Vergleich zur KI-Sparte geringer ausfallen.

Neben dem Data-Center-Geschäft entwickelte sich auch der Unternehmensgewinn solide. Das bereinigte operative Ergebnis (Non-GAAP Operating Income) lag im zweiten Quartal 2024 bei rund 1,5 Milliarden US-Dollar und damit deutlich über dem Vorjahreswert von etwa 1,0 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um rund 50 Prozent und zeigt, dass AMD nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch die Profitabilität im KI-Geschäft verbessern konnte. Die bereinigte operative Marge erhöhte sich im Zuge des verschobenen Produktmixes in Richtung hochpreisiger KI-Beschleuniger, was bei Investoren als Zeichen eines nachhaltigen Ertragsprofils gewertet werden kann.

Client- und Gaming-Sparte mit stabiler Entwicklung

Während das Data-Center-Geschäft den stärksten Wachstumsimpuls liefert, bleibt die Client-Sparte mit Prozessoren für PCs und Notebooks ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells von AMD. Im zweiten Quartal 2024 erzielte das Unternehmen in diesem Bereich einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden US-Dollar, nach etwa 1,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Plus von knapp 15 Prozent und spiegelt die schrittweise Erholung des PC-Marktes wider, in dem sowohl Desktop- als auch Notebook-CPU-Designs mit Ryzen-Prozessoren gefragt sind. Die Gaming-Sparte, zu der Grafikchips für PCs und Komponenten für Spielkonsolen gehören, lieferte im Berichtszeitraum rund 1,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und verblieb damit in einer Größenordnung, die etwa dem Vorjahr entspricht.

Für Anleger ist dabei relevant, dass die Wachstumsdynamik zwischen den Segmenten unterschiedlich verläuft. Während KI-Beschleuniger und Data-Center-Produkte wie MI300 und EPYC-Prozessoren deutlich über dem Konzernschnitt wachsen, entwickeln sich klassische Grafikchips und Konsolenbestandteile eher stabil. Diese Struktur sorgt dafür, dass AMD sich zunehmend als zentraler Player im KI-Infrastrukturmarkt positioniert, ohne das traditionelle PC- und Gaming-Geschäft zu vernachlässigen. Die Fähigkeit, mehrere Geschäftsbereiche gleichzeitig zu bedienen, wird an der Börse häufig als Vorteil gegenüber fokussierten Spezialanbietern gesehen.

Ausblick und Guidance für das laufende Geschäftsjahr

Mit dem Quartalsbericht für das zweite Quartal 2024 gab AMD auch einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2024. Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit einem weiteren Umsatzanstieg, getragen vor allem durch die starke Nachfrage nach KI-Beschleunigern und Data-Center-Produkten. Die veröffentlichte Guidance sieht für das Geschäftsjahr 2024 einen Konzernumsatz im Bereich eines hohen zweistelligen Milliardenbetrags vor, wobei der KI-Anteil am Gesamtumsatz deutlich wachsen soll. Im Data-Center-Segment wird für das Gesamtjahr ein Umsatz im mittleren einstelligen Milliardenbereich erwartet, was gegenüber dem Vorjahr einem prozentualen Wachstum im Bereich von mehreren Dutzend Prozent entsprechen würde.

Wichtig ist dabei, dass AMD nicht nur auf Volumenwachstum setzt, sondern auch die Marge im Blick behält. Die Prognose für die bereinigte Bruttomarge im Geschäftsjahr 2024 liegt im Bereich von deutlich über 50 Prozent, gestützt durch hochpreisige KI-Produkte und ein verbessertes Kostenprofil in der Fertigung. Für Investoren ergibt sich daraus ein Szenario, in dem sowohl Umsatz als auch Ergebnis wachsen und die KI-Sparte einen immer größeren Beitrag zur Profitabilität leistet. Die Fähigkeit, diese Guidance im Verlauf des Jahres zu erfüllen oder zu übertreffen, wird entscheidend sein für die weitere Kursentwicklung der AMD-Aktie.

Produkt-Fokus: MI300 als KI-Beschleuniger

Ein zentraler Baustein der aktuellen Wachstumsstory von AMD ist die MI300-Plattform, eine Serie von KI-Beschleunigern, die speziell für rechenintensive KI-Workloads in Rechenzentren entwickelt wurden. Diese Chips kombinieren hohe Rechenleistung mit effizienter Energienutzung und sollen in großen Cloud-Installationen sowie bei Unternehmen eingesetzt werden, die generative KI-Anwendungen betreiben. Im zweiten Quartal 2024 trugen die MI300-Produkte maßgeblich zum Umsatzwachstum im Data-Center-Segment bei und werden vom Management als wesentlicher Treiber für die Prognose des laufenden Jahres angesehen.

Der Markt für KI-Chips ist hart umkämpft, und AMD setzt mit MI300 auf einen Mix aus hoher Rechenleistung, Skalierbarkeit und Integration in bestehende Serverinfrastrukturen. Für Kunden ist neben der reinen Performance auch die Möglichkeit wichtig, KI-Workloads flexibel zu skalieren und in verschiedene Umgebungen – von On-Premise bis Public Cloud – zu integrieren. AMD positioniert die MI300-Serie als Alternative zu etablierten Lösungen anderer Anbieter und versucht, über Partnerschaften mit großen Cloud-Betreibern die Marktdurchdringung zu erhöhen. Für die langfristige Erfolgschance der AMD-Aktie wird es entscheidend sein, ob MI300 dauerhaft signifikante Marktanteile im KI-Segment gewinnen kann.

Schlussabschnitt: AMD-Aktie im Marktvergleich

Die AMD-Aktie ist an der NASDAQ in US-Dollar gelistet und wird zusätzlich über verschiedene Handelsplätze auch im europäischen Markt gehandelt. Der Marktwert des Unternehmens lag im Jahr 2024 zeitweise im hohen zweistelligen Milliardenbereich und spiegelte damit sowohl das bestehende Geschäft als auch die Erwartungen an das KI-Wachstum wider. Im Jahresverlauf 2024 zeigte die Aktie Schwankungen, die eng mit der Nachrichtenlage zu KI-Chips, Wettbewerbern und den jeweiligen Quartalszahlen verknüpft waren. Für Anleger bleibt die Kombination aus traditionellem Halbleitergeschäft und wachstumsstarken KI-Produkten eine zentrale Bewertungsgröße.

Fakten zur AMD-Aktie

  • Unternehmen: Advanced Micro Devices Inc.
  • ISIN: US0079031078
  • Ticker: AMD
  • Handelsplatz: NASDAQ
  • Sektor / Branche: Halbleiter / Technologie
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: 2024

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