Die American-Express-Aktie profitiert von zweistelligem Gewinnplus und wächst im Zahlungsverkehr weiter
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 12:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
American Express (ISIN US0258161092) hat im zweiten Quartal 2024 den Gewinn je Aktie um rund 39 Prozent auf 3,49 US?Dollar gesteigert und zugleich die Erlöse auf 16,3 Milliarden US?Dollar erhöht, was einem Wachstum von etwa 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie aus den veröffentlichten Quartalszahlen vom 19.07.2024 hervorgeht. Die American-Express-Aktie wird in Deutschland unter anderem an Tradegate in Euro gehandelt und bleibt damit auch für Privatanleger in der Eurozone gut zugänglich. Für Anleger sind insbesondere das starke Ausgabenwachstum der Kunden und die hohe Profitabilität zentrale Argumente für den Zahlungsriesen.
Umsatz wächst, Gewinn legt deutlich zu
Laut den am 19.07.2024 publizierten Ergebnissen für das zweite Quartal 2024 erzielte American Express Erlöse von 16,3 Milliarden US?Dollar, nach rund 15,0 Milliarden US?Dollar im Vorjahresquartal, was einem Anstieg von etwa 9 Prozent entspricht. Der Nettogewinn lag im gleichen Zeitraum bei rund 3,1 Milliarden US?Dollar, nachdem im zweiten Quartal 2023 etwa 2,2 Milliarden US?Dollar ausgewiesen worden waren, womit der Überschuss um rund 41 Prozent zulegte. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg von 2,89 US?Dollar im Vorjahresquartal auf 3,49 US?Dollar, was einem Plus von etwa 39 Prozent entspricht und die Ertragskraft des Geschäftsmodells unterstreicht.
Das Management verweist in der Ergebnisdarstellung auf ein weiterhin robustes Ausgabeverhalten der Kartenkunden, das die Ertragsdynamik stützt. Insbesondere höhere Ausgaben im Reise- und Freizeitsegment sowie ein wachsendes Volumen im Unternehmenskundengeschäft tragen dazu bei, dass die Erträge aus Gebühren und Zinsmargen weiter steigen. Für Anleger ist relevant, dass American Express trotz eines anspruchsvollen Zins- und Wettbewerbsumfelds die Profitabilität ausbauen konnte und gleichzeitig in Wachstum investiert.
Kartenausgaben und Kundenbasis als Wachstumstreiber
American Express berichtet für das zweite Quartal 2024 ein erneutes Plus bei den sogenannten Billed Business, also den über die Karten abgewickelten Ausgaben, die im Vergleich zum Vorjahresquartal im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich zugelegt haben sollen. In Kombination mit einer wachsenden Kartenbasis führt dies dazu, dass die Erträge aus Interchange-Gebühren und Zinsen auf Kundenforderungen weiter steigen. Auch die Jahresgebühren, die viele Premiumkarten von American Express auszeichnen, tragen zu stabilen, planbaren Einnahmeströmen bei.
Im Gesamtjahr 2023 hatte der Konzern bereits Erlöse von rund 60,5 Milliarden US?Dollar generiert, was einem Plus von etwa 14 Prozent gegenüber 2022 entsprach, und einen Nettogewinn von rund 8,4 Milliarden US?Dollar erzielt. Der Gewinn je Aktie lag im Geschäftsjahr 2023 bei etwa 11,21 US?Dollar. Diese Zahlen geben einen Eindruck davon, auf welchem Niveau sich American Express inzwischen bewegt und wie der Konzern Quartal für Quartal an diese Basis anknüpft. Für Privatanleger ist interessant, dass das Unternehmen auf dieser Grundlage eine Ausschüttungspolitik mit regelmäßigen Dividenden betreibt.
Mehr Hintergründe zur American-Express-Aktie
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Premiumkarten-Geschäft als Ertragsbasis
Ein zentraler Baustein des Geschäftsmodells von American Express ist das Premiumkarten-Angebot, das sich durch zusätzliche Leistungen wie Bonusprogramme, Reiseversicherungen oder Lounge-Zugänge auszeichnet. Diese Mehrwerte ermöglichen es dem Konzern, im Vergleich zu vielen Wettbewerbern höhere Jahresgebühren durchzusetzen und gleichzeitig eine zahlungskräftige Kundengruppe zu adressieren. Diese Kundengruppen zeigen sich erfahrungsgemäß weniger preissensibel und generieren überdurchschnittliche Kartenausgaben, wodurch sich der Effekt der Gebühren weiter verstärkt.
Die Kombination aus Gebühren, Zinsmargen und Interchange-Einnahmen sorgt dafür, dass American Express über mehrere Ertragssäulen verfügt. Gerade im internationalen Geschäft profitiert der Konzern davon, dass Reisende ihre Karten weltweit einsetzen können und so in vielen Währungen Umsätze generieren. Für Anleger bedeutet dies, dass das Unternehmen auch von Erholungsphasen im globalen Tourismus überproportional profitieren kann, während gleichzeitig das Firmenkundengeschäft zusätzliche Stabilität beisteuert.
American-Express-Aktie im Marktvergleich
Im globalen Zahlungsverkehr konkurriert American Express mit anderen großen Netzwerken und Dienstleistern, unterscheidet sich aber durch sein integriertes Geschäftsmodell, das Emittent, Netzwerk und Händlerakquise in weiten Teilen unter einem Dach vereint. Dies ermöglicht eine stärkere Kontrolle über Gebührenstrukturen und Kundenerlebnis, bringt aber auch die Verantwortung für das Kreditrisiko aus dem Kartengeschäft mit sich. Im Vergleich zu reinen Netzwerkanbietern, die primär Transaktionsgebühren vereinnahmen, erzielt American Express dadurch höhere Zins- und Gebühreneinnahmen, muss aber auch höhere Kreditrisikovorsorge leisten.
Im Zinsumfeld der vergangenen Jahre konnte der Konzern die Zinsmargen auf Forderungen aus dem Karten- und Kreditgeschäft ausweiten, was als zusätzlicher Ertragshebel wirkt. Gleichzeitig beobachtet das Management die Ausfallquoten der Kundenkredite genau, um die Risikovorsorge entsprechend anzupassen. Für die American-Express-Aktie ist diese Balance aus Wachstum bei Kartenausgaben und sorgfältig gesteuertem Kreditrisiko ein entscheidender Faktor, da sie sowohl das Gewinnniveau als auch die Bewertungskennzahlen beeinflusst.
American Express im Alltag: Kreditkarten als Kernprodukt
Das bekannteste Produkt von American Express sind die Kredit- und Charge-Karten, die weltweit im stationären Handel und im Onlinegeschäft eingesetzt werden können. Sie sind in unterschiedlichen Varianten verfügbar und reichen von Standardkarten mit Bonuspunkten bis hin zu Premiumkarten mit umfangreichen Zusatzleistungen. Über die Kartennutzung generiert American Express Transaktionsgebühren und kann die gewonnenen Daten nutzen, um das Angebot für Privat- und Geschäftskunden weiterzuentwickeln.
Die American-Express-Aktie als Zahlungswert
Die American-Express-Aktie spiegelt die Erwartungen des Marktes an Umsatzwachstum, Margenentwicklung und Risikomanagement im Kreditkartengeschäft wider. Neben den Quartalszahlen achten Investoren bei Zahlungsdienstleistern generell auf Kennzahlen wie das Wachstum der über die Karten abgewickelten Ausgaben, die Entwicklung der Kartenbasis und die Profitabilität im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Für langfristig orientierte Anleger spielt zudem eine Rolle, wie erfolgreich American Express neue Kundensegmente erschließt und sich im Wettbewerb um digitale Zahlungsformen positioniert.
American Express auf einen Blick
- Unternehmen: American Express Company
- ISIN: US0258161092
- Ticker: AXP
- Handelsplatz: NYSE
- Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen / Zahlungsverkehr
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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