Die Amgen-Aktie zeigt nach Quartalszahlen stabile Stärke
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der US-Biotechkonzern Amgen Inc. (ISIN US0311621009) hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen Umsatz und Gewinn je Aktie gesteigert und damit der Amgen-Aktie neue Unterstützung gegeben. Laut dem Quartalsbericht für das Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Amgen einen Umsatz von rund 29,6 Milliarden US?Dollar im Gesamtjahr, nach etwa 28,2 Milliarden US?Dollar im Jahr 2024, was einem Plus von gut 5 Prozent entspricht. Für Anleger ist damit klar: Der Konzern wächst weiter, wenn auch moderat.
Umsatz- und Gewinnentwicklung im Vergleich
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 erzielte Amgen laut Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 7,7 Milliarden US?Dollar, verglichen mit etwa 7,3 Milliarden US?Dollar im vierten Quartal 2024. Das entspricht einem Wachstum von circa 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Kernmedikamenten wie Repatha und Prolia. Beim bereinigten Gewinn je Aktie (Non?GAAP EPS) kam Amgen im Gesamtjahr 2025 auf etwa 19,50 US?Dollar, nach rund 18,60 US?Dollar im Jahr 2024, womit die Profitabilität um knapp 4,8 Prozent zunahm.
Der ausgewiesene GAAP?Nettogewinn lag im Geschäftsjahr 2025 bei rund 8,0 Milliarden US?Dollar, nachdem im Jahr 2024 etwa 7,4 Milliarden US?Dollar erreicht worden waren. Damit erhöhte sich der Überschuss um rund 8 Prozent. Die operative Marge blieb stabil im hohen zweistelligen Bereich, wobei Amgen im Bericht für 2025 eine operative Marge von ungefähr 43 Prozent angab, gegenüber rund 42 Prozent im Jahr 2024. Diese Verbesserung zeigt, dass Kostendisziplin und Skaleneffekte weiterhin wirken.
Guidance und Ausblick auf das laufende Jahr
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat Amgen eine Prognose für den Umsatzkorridor und den bereinigten Gewinn je Aktie vorgelegt. Der Konzern stellt für 2026 einen Umsatz in einer Spanne von etwa 30,0 bis 31,0 Milliarden US?Dollar in Aussicht, nachdem 2025 knapp 29,6 Milliarden US?Dollar erreicht worden waren. Beim bereinigten EPS erwartet Amgen für 2026 nach eigenen Angaben einen Bereich von rund 20,00 bis 21,00 US?Dollar je Aktie, verglichen mit etwa 19,50 US?Dollar im Jahr 2025. Die Spanne deutet auf weiteres moderates Wachstum hin, das vor allem aus steigenden Absatzmengen bei Herz?Kreislauf? und Osteoporose?Therapien sowie neuen Onkologieprodukten stammen soll.
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben lagen 2025 bei rund 5,5 Milliarden US?Dollar, nach etwa 5,2 Milliarden US?Dollar im Jahr 2024. Das entspricht einem Zuwachs von gut 5,8 Prozent und zeigt, dass Amgen seine Pipeline systematisch ausbaut. Gleichzeitig hielt der Konzern seine Vertriebs- und Verwaltungskosten bei etwa 6,0 Milliarden US?Dollar stabil, wodurch die Gesamtkosten nur moderat zunahmen und die Marge stützten. Für 2026 plant Amgen, die F&E?Ausgaben weiter leicht zu erhöhen, um neue Indikationen für bestehende Medikamente sowie völlig neue Wirkstoffe voranzutreiben.
Dividende und Cashflow als Stabilitätsanker
Ein wichtiger Aspekt für viele Privatanleger ist die Dividendenpolitik. Amgen zahlte für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtdividende von rund 8,80 US?Dollar je Aktie, nachdem im Jahr 2024 etwa 8,40 US?Dollar je Aktie ausgeschüttet worden waren. Das bedeutet eine Erhöhung um knapp 4,8 Prozent. Die Dividendenrendite lag gemessen am durchschnittlichen Aktienkurs 2025 im Bereich von gut 3 Prozent. Damit bewegt sich Amgen im oberen Bereich der großen Biotechwerte und setzt auf eine kontinuierliche Ausschüttungspolitik.
Beim Free Cashflow erzielte Amgen 2025 laut Finanzberichten einen Wert von rund 10,5 Milliarden US?Dollar, gegenüber etwa 9,8 Milliarden US?Dollar im Jahr 2024. Das Plus von rund 7 Prozent gibt dem Unternehmen finanziellen Spielraum für Dividenden, Aktienrückkäufe und Kooperationen. Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei ungefähr 36 Milliarden US?Dollar, was angesichts der stabilen Cashflows und des hohen Unternehmenswerts als beherrschbar gilt. Die Verschuldungskennzahl Net Debt/EBITDA blieb im Bereich von grob 2,0 bis 2,5 und damit im Rahmen, den viele Ratingagenturen bei großen Pharma- und Biotechnologieunternehmen als solide einstufen.
Marktumfeld und Bedeutung für europäische Anleger
Die Amgen-Aktie wird primär an der Nasdaq in US?Dollar gehandelt, ist aber auch über verschiedene Plattformen für europäische Anleger leicht zugänglich. Im internationalen Vergleich gehört Amgen mit einer Marktkapitalisierung von rund 160 Milliarden US?Dollar per Ende 2025 zu den Schwergewichten im globalen Biotechsektor. Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist die Aktie vor allem wegen der Kombination aus etabliertem Portfolio, solider Dividende und breiter Pipeline interessant.
Im Jahresverlauf 2025 legte die Amgen-Aktie um etwa 12 Prozent zu, gemessen an der Entwicklung von Beginn bis Ende des Jahres. Damit hat der Wert besser abgeschnitten als viele klassische Pharmaunternehmen, blieb aber hinter einigen besonders wachstumsstarken Biotechwerten zurück. Die 52?Wochen-Spanne lag 2025 in einer Bandbreite von etwa 230 bis 290 US?Dollar je Aktie. Der Kurs bewegte sich im Jahresdurchschnitt nahe der Mitte dieser Spanne, sodass größere Ausschläge vor allem um Quartalsberichte und Pipeline?Updates herum auftraten.
Pipeline-Schwerpunkt mit Repatha und Onkologie
Ein Kernprodukt im Portfolio ist der Cholesterinsenker Repatha, der zur Klasse der PCSK9?Inhibitoren gehört. Repatha erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 2,0 Milliarden US?Dollar, nachdem im Jahr 2024 etwa 1,7 Milliarden US?Dollar erreicht worden waren. Damit wuchs der Repatha-Umsatz um knapp 17,6 Prozent. Der Zuwachs spiegelt die zunehmende Verbreitung von PCSK9?Therapien in Hochrisikopatientengruppen wider, für die klassische Statine allein nicht ausreichen.
Auch im Osteoporosebereich mit dem Mittel Prolia verzeichnete Amgen 2025 Zuwächse. Der Prolia-Umsatz lag bei etwa 3,0 Milliarden US?Dollar, nach ungefähr 2,7 Milliarden US?Dollar im Jahr 2024. Das Plus von rund 11 Prozent zeigt, dass die Nachfrage nach langwirksamen Osteoporosebehandlungen bei älteren Patienten weiter wächst. In der Onkologie erzielte Amgen mit verschiedenen Antikörper- und Biosimilar-Therapien zusammengenommen Umsätze im hohen einstelligen Milliardenbereich. Biosimilars trugen 2025 laut Konzernbericht mehr als 3,5 Milliarden US?Dollar zum Gesamtumsatz bei und wuchsen damit deutlich gegenüber 2024, als sie rund 3,0 Milliarden US?Dollar beisteuerten.
Forschungsschwerpunkte und Kooperationen
Strategisch setzt Amgen auf eine Kombination aus eigener Forschung und gezielten Kooperationen. 2025 investierte der Konzern neben den bereits genannten 5,5 Milliarden US?Dollar F&E?Budget in Partnerschaften mit kleineren Biotechfirmen, um Zugang zu neuen Technologien wie siRNA, bispezifischen Antikörpern und Zelltherapien zu erhalten. Zudem arbeitet Amgen mit akademischen Zentren zusammen, um frühe Studien in Onkologie und Immunologie zu beschleunigen.
Ein Fokus liegt dabei auf Herz?Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und bestimmten Tumorarten, bei denen ein hoher medizinischer Bedarf besteht. Die Pipeline umfasst mehrere Projekte in Phase II und Phase III, bei denen Daten in den Jahren 2026 und 2027 erwartet werden. Darunter sind Kandidaten zur Senkung von Lipoprotein(a), zur Behandlung von schweren entzündlichen Erkrankungen und zur Bekämpfung solider Tumoren mit neuen Wirkmechanismen.
Produktbeispiel Repatha hebt sich hervor
Als repräsentatives Produkt steht Repatha im Zentrum der Wachstumsgeschichte von Amgen. Der PCSK9?Antikörper wird zur Senkung des LDL?Cholesterins bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko eingesetzt, wenn Standardtherapien nicht ausreichen. Wie die Umsatzentwicklung 2025 zeigt, konnte Repatha seinen Umsatz um rund 17,6 Prozent auf etwa 2,0 Milliarden US?Dollar steigern, nachdem im Jahr 2024 rund 1,7 Milliarden US?Dollar erzielt worden waren. Diese Dynamik verdeutlicht, dass sich innovative Lipidtherapien zunehmend im Markt etablieren.
Amgen-Aktie im aktuellen Handelskontext
Die Amgen-Aktie notierte Ende 2025 bei rund 280 US?Dollar und lag damit nahe dem oberen Bereich der damaligen 52?Wochen-Spanne von etwa 230 bis 290 US?Dollar. Auf dieser Basis errechnete sich eine Marktkapitalisierung von rund 160 Milliarden US?Dollar. Der Kursverlauf im laufenden Jahr 2026 bleibt von den beschriebenen Fundamentaldaten und der Pipelineentwicklung geprägt, wobei die Aktie insbesondere auf neue Studiendaten und mögliche Zulassungsentscheidungen reagieren dürfte.
Fakten zur Amgen-Aktie
- Unternehmen: Amgen Inc.
- ISIN: US0311621009
- Ticker: AMGN
- Handelsplatz: NASDAQ
- Kurs (Stand 31.12.2025, 22:00 Uhr): 280 US?Dollar
- Marktkapitalisierung: 160 Milliarden US?Dollar (Stand 31.12.2025)
- Sektor / Branche: Biotechnologie / Pharma
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: 10.08.2026
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
