Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Talfahrt beschleunigt - Iran-Krieg weckt Konjunktursorgen

03.03.2026 - 11:28:20 | dpa.de

Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben den AbwÀrtsdruck an den weltweiten Börsen am Dienstag verstÀrkt.

Auch fĂŒr die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden erneut stark fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nĂ€hren Konjunktur- und InflationsĂ€ngste. Vieles hĂ€ngt nun von der Dauer des Krieges ab.

Der deutsche Leitindex Dax DE0008469008 bĂŒĂŸte gegen Mittag 3,5 Prozent ein und fand sich mit 23.772 Punkten auf dem tiefsten Niveau seit drei Monaten wieder. Seit Wochenbeginn belĂ€uft sich der RĂŒckschlag nun auf gut 1.500 Punkte oder 6 Prozent. Der Dax rutschte erstmals seit November unter eine wichtige Trendlinie fĂŒr die lĂ€ngerfristige Tendenz.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,8 Prozent auf 30.302 ZĂ€hler nach und fiel unter die runde Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 3,4 Prozent.

Unter den Anlegern wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der Straße von Hormus als Öl- und Gasroute kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu; der Iran schloss diese mittlerweile. "Je lĂ€nger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere LĂ€nder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis fĂŒr die KapitalmĂ€rkte auszugehen", schrieben die Experten der Landesbank NordLB. Die Commerzbank verwies angesichts steigender Ölpreise auch auf Inflationsrisiken.

Im Dax brachen die Aktien von Beiersdorf DE0005200000 um mehr als 18 Prozent ein auf ein Tief seit vier Jahren. Der KonsumgĂŒterkonzern rechnet im laufenden Jahr allenfalls mit einem geringen Wachstum. Analysten monierten schwache Prognosen der Hamburger fĂŒr das erste Quartal und das Gesamtjahr.

Die Aktien der Deutschen Börse DE0005810055 zÀhlten mit plus 2,4 Prozent zu den nur drei Gewinnern im Dax neben Fresenius Medical Care und Qiagen. Gleich zwei Investmentbanken rieten am Dienstag zum Kauf der Deutsche-Börse-Aktien, auch als möglicher Profiteur der starken Marktbewegungen.

FĂŒr die Aktien von Kion DE000KGX8881 ging es als schwĂ€chster Titel im MDax um 7 Prozent nach unten. Die Bank Exane BNP strich das Kaufvotum fĂŒr die Papiere des Herstellers von Logistiktechnik.

Die Schaeffler DE000SHA0100-Aktien brachen nach enttĂ€uschenden Zielen fĂŒr das laufende Jahr um mehr als 16 Prozent ein. Unter dem Strich sorgten 2025 hohe Sonderbelastungen aus dem Konzernumbau mit Stellenstreichungen erneut fĂŒr rote Zahlen.

Die Papiere von SMA Solar DE000A0DJ6J9 stiegen um 1,7 Prozent. Analysten monierten zwar einen vorsichtigen Gewinnausblick fĂŒr das laufende Jahr. Die Investmentbank Jefferies hob die Aktien aber auf "Buy".

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