Aktien Frankfurt Ausblick: Dax stabilisiert sich - Zoll-Unsicherheit hÀlt an
04.02.2025 - 08:20:23 | dpa.deDoch immerhin zeichnet sich nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn eine Stabilisierung ab: Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 als auĂerbörslicher Indikator fĂŒr den deutschen Leitindex ein minimales Plus bei 21.435 Punkten.
Ăhnlich sieht es beim Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 EU0009658145 aus, der am Morgen aber knapp im Minus erwartet wird. Beide Indizes hatten bereits am Montag ihre Verluste etwas eingedĂ€mmt, nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump die Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada vorerst ausgesetzt hatte.
Dennoch bleibe die Verunsicherung hoch, kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Denn im Moment ist nicht klar, wie es beim Thema Zölle weitergeht. Ob diese in 30 Tagen tatsĂ€chlich in Kraft treten oder ob Donald Trump bis dahin weitere ZugestĂ€ndnisse der beiden Nachbarstaaten erreichen möchte, bleibt offen." In der EU sei es ebenfalls "fĂŒr jedes Aufatmen zu frĂŒh", denn "auch hier bleiben US-Zölle jederzeit möglich", so Altmann weiter.
Zudem treten die von US-PrĂ€sident Donald Trump am Wochenende angeordneten, zusĂ€tzlichen Zölle von 10 Prozent auf Einfuhren aus China in Kraft. In Reaktion darauf will China Zusatzzölle in Höhe von 15 Prozent auf Kohle und verflĂŒssigtes Erdgas aus den USA erhoben werden. FĂŒr Ăl und landwirtschaftliche Maschinen soll demnach ein Zusatzzoll von 10 Prozent gelten.
Die chinesischen Zölle sollen am 10. Februar in Kraft treten. Zudem kĂŒndigte Peking eine kartellrechtliche Untersuchung gegen den US-Technologieriesen Google US02079K1079 an. Trump erklĂ€rte bereits, dass man mit der chinesischen Seite "wahrscheinlich in den nĂ€chsten 24 Stunden" sprechen werde.
Am deutschen Aktienmarkt steht Infineon DE0006231004 mit Zahlen im Fokus. Der Halbleiterhersteller schnitt im ersten Quartal etwas besser ab als erwartet und erhöht wegen des schwachen Euro sein Umsatzziel fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr. Vorbörslich erholten sich die Aktien um knapp 6 Prozent.
Dagegen stimmt eine anhaltend trĂ€ge Nachfrage den Halbleiterwafer-Hersteller Siltronic DE000WAF3001 vorsichtig. Die erhoffte Nachfragebelebung habe sich nicht eingestellt und die Aussichten fĂŒr 2025 seien erst einmal trĂŒbe, hieĂ es. Daher rechnet das Unternehmen im laufenden Jahr mit einem stagnierenden Umsatz, wĂ€hrend Analysten bisher ein Wachstum erwartet hatten. Zudem geht Siltronic davon aus, die fĂŒr 2028 gesetzten Wachstumsziele erst spĂ€ter zu erreichen. HĂ€ndler sprachen von einem abermals enttĂ€uschenden Ausblick. Mit einem Minus von mehr als 8 Prozent drohen die Titel auf ein Tief seit Ende 2016 abzurutschen.
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