Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Dax legt zu - Nvidia-Zahlen als KI-Gradmesser erwartet

20.05.2026 - 12:11:12 | dpa.de

Die Anleger blicken am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt mit hohen Erwartungen auf die Zahlen von Nvidia US67066G1040.

Die Experten von Index-Radar sehen in diesen eine gewisse "Sprengkraft" angesichts schon reichlich verteilter Vorschusslorbeeren. Der Dax DE0008469008 tut sich vor diesem Hintergrund schwer dabei, sich weiter in Richtung der Marke von 25.000 Punkten zu begeben.

Mit einem Anstieg um 0,3 Prozent auf 24.478 Punkte blieb der Dax deutlich unter seinem Vortagshoch von 24.690 Punkten, das von zwischenzeitlicher Hoffnung auf Entspannung im Iran-Krieg getrieben war. Die Lage im Nahen Osten bleibt aber angespannt, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Angriffe nur vertagt hatte.

In der zweiten deutschen Börsenreihe bewegte sich der MDax DE0008467416 nun ein halbes Prozent höher bei 31.481 Punkten. Auf Eurozonen-Ebene legte der EuroStoxx EU0009658145 zuletzt 0,6 Prozent zu. In New York zeichnete sich für den Dow Jones Industrial US2605661048 ein solider Start und für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ein Erholungsversuch ab.

"Wenn Nvidia enttäuscht, könnte es ungemütlich werden", sagte Marktexperte Maximilian Wienke vom Broker Etoro. Nvidia sei längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms. Von Index-Radar kam noch der Hinweis auf ein Muster vergangener Quartalsberichte des KI-Chipriesen, nach denen die Aktie in den Folgetagen jeweils deutlich zurückgesetzt habe.

In Deutschland sind am Mittwoch bei zwei Unternehmen Anteilsverkäufe von Aktionären ein Thema. Bei Springer Nature DE000SPG1003 war wegen einer Platzierung durch BC Partners mit 5,5 Prozent ein deutlicher Abschlag erkennbar. Der Finanzinvestor hatte 2024 beim Börsengang schon Anteile platziert und reduziert seine Beteiligung an dem Wissenschaftsverlag nun weiter.

Beim Verkauf von Anteilen an Renk DE000RENK730 musste der Panzerbauer KNDS einen viel geringeren Abschlag in Kauf nehmen. Die Anleger verziehen dies in einem positiven Branchenumfeld, das gestützt war auf den tschechischen Konzern CSG wegen dessen starker Resultate. Renk folgte Rheinmetall DE0007030009 ins Plus, doch besonders deutlich waren mit bis zu 5,2 Prozent die Kursgewinne bei TKMS DE000TKMS001 und Hensoldt DE000HAG0005.

Im Chemiesektor hat das Analysehaus Jefferies Bewertungen neu sortiert: Ein Minus von 3,5 Prozent hatte es bei Lanxess DE0005470405 zur Folge, dass das Votum mit "Underperform" negativ wurde. Analyst Marcus Dunford-Castro sieht bei dem Spezialchemiekonzern die Rally als übertrieben an. Auf eine Kaufempfehlung für Evonik DE000EVNK013 und eine Hochstufung von Brenntag DE000A1DAHH0 war die Reaktion viel verhaltener.

Die Kurse einiger Unternehmen mussten um die Dividendenauszahlung bereinigt werden, darunter auch Ottobock DE000BCK2223. Bei dem Prothesenhersteller begann die Nachlese eines kritischen Berichts des Leerverkäufers Grizzly, der am Vortag einen Kurssturz ausgelöst hatte. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Die Aktie legte trotz Dividendenabschlag um 0,4 Prozent zu.

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