Stahl-Arbeitgeber, Angebot

Stahl-Arbeitgeber legen Angebot vor

19.09.2025 - 19:03:34 | dpa.de

Die Arbeitgeber haben in der zweiten Tarifrunde fĂŒr die nordwestdeutsche Stahlindustrie ein Angebot vorgelegt.

Es sieht eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro fĂŒr die ersten neun Monate des kommenden Jahres vor, außerdem die VerlĂ€ngerung mehrerer TarifvertrĂ€ge, wie der Arbeitgeberverband Stahl mitteilte.

Die IG Metall reagierte enttĂ€uscht: Die Arbeitgeber hĂ€tten ein Angebot vorgelegt, das die IG Metall als völlig unzureichend zurĂŒckgewiesen habe. Das Angebot sah nach Angaben der Gewerkschaft zum 1. Januar 2026 und 1. Juni 2026 jeweils eine Einmalzahlung von 250 Euro vor, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

IG Metall enttÀuscht

"Die ausgestreckte Hand fĂŒr einen fairen Kompromiss in einer schwierigen Lage wurde mit dem heutigen Angebot aber ausgeschlagen. Damit fallen die Arbeitgeber wieder in alte Muster zurĂŒck", befand Knut Giesler, VerhandlungsfĂŒhrer und Bezirksleiter der IG Metall NRW.

Das Angebot sei fĂŒr die Sicherung des Reallohns völlig inakzeptabel. Falls es am Dienstag zu keinem deutlich verbesserten Angebot komme, das auch eine prozentuale Erhöhung enthĂ€lt, gebe es ab 1. Oktober Warnstreiks.

Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Stahlverbandes, Gerhard Erdmann, erklĂ€rte: "Wir anerkennen unverĂ€ndert das erklĂ€rte BemĂŒhen der Gewerkschaft, zu einer Lösung zu gelangen, die der dramatischen Situation unserer Industrie gerecht wird." Ein fairer Ausgleich könne aber nur gelingen, wenn die IG Metall ihren Worten Taten folgen lasse.

Die nĂ€chste Verhandlungsrunde fĂŒr die nordwestdeutsche Stahlindustrie wurde auf den 23. September anberaumt; die nĂ€chste Verhandlung fĂŒr die ostdeutsche Stahlindustrie findet am 22. September statt.

Zuvor hatte die IG Metall die "Ă€ußerst schwierige Lage" der Stahlindustrie betont. Die Gewerkschaft ging daher ohne konkrete Lohnforderung in die Verhandlungen. Betont wurde aber, dass die Inflation ausgeglichen und BeschĂ€ftigung gesichert werden mĂŒsse.

Teure Energie und hohe US-Zölle

Die deutsche Stahlindustrie leidet unter der Krise in Abnehmerbranchen, vor allem der Autoindustrie. Hinzu kommen gestiegene Energiepreise, Billigimporte aus China und die Kosten fĂŒr den Umbau hin zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion. Auch hohe Zölle auf Stahlimporte in die USA machen der Branche zu schaffen. Branchenschwergewichte wie Thyssenkrupp DE0007500001 planen den Abbau Tausender Stellen.

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