Arista Networks, US0404131064

Die Arista-Networks-Aktie profitiert von starkem Umsatzwachstum und Cloud-Nachfrage

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Arista-Networks-Aktie steht nach einem kräftigen Umsatzplus und deutlichem Gewinnanstieg im Fokus. Der Netzwerkausrüster für Cloud-Rechenzentren überzeugt mit zweistelligem Wachstum und hohen Margen, während der Markt auf die weitere Entwicklung im Highspeed-Datenverkehr blickt.

Flatlay mit Aktienzertifikat ISIN US0404131064 und Netzwerk-Switch
Das Aktien-Flatlay von Arista Networks Inc. zeigt Aktienzertifikat mit ISIN US0404131064 und Netzwerk-Hardware, Illustration mit AI erstellt.

Arista Networks Inc. (ISIN US0404131064) hat zuletzt mit einem deutlich steigenden Umsatz und kräftig wachsendem Gewinn auf sich aufmerksam gemacht. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Anbieter von Hochleistungs-Netzwerklösungen nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 6,00 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zugleich legte der Nettogewinn im gleichen Zeitraum auf 2,00 Milliarden US-Dollar zu und stieg damit um etwa 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr. Diese zweistelligen Zuwächse untermauern die starke Position des Unternehmens im Markt für Cloud- und Rechenzentrumsnetze.

Umsatz- und Gewinnentwicklung im Vergleich

Die Geschäftszahlen von Arista Networks zeigen, dass der Konzern in den vergangenen Jahren kontinuierlich seine Erlöse steigern konnte. So lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 bei rund 5,22 Milliarden US-Dollar, bevor er 2025 auf 6,00 Milliarden US-Dollar anwuchs. Damit erhöhte sich der Umsatz innerhalb eines Jahres um etwa 780 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von rund 15 Prozent entspricht. Der Nettogewinn stieg im gleichen Zeitraum von geschätzt 1,67 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 2,00 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025, wodurch sich ein Zuwachs von etwa 330 Millionen US-Dollar beziehungsweise rund 20 Prozent ergibt. Für Anleger sind diese Zahlen vor allem deshalb relevant, weil sie darauf hinweisen, dass Arista Netzwerklösungen in einem Markt anbietet, der durch den Bedarf an Bandbreite und niedriger Latenz langfristig wächst.

Diese Wachstumsraten entstehen vor dem Hintergrund eines weltweit steigenden Datenverkehrs. Rechenzentren und Cloud-Anbieter investieren umfangreich in moderne Netzwerkarchitekturen, um Hochgeschwindigkeits-Übertragungen mit 100, 200 und 400 Gigabit pro Sekunde zu ermöglichen. Arista Networks hat sich mit seinen Switches und Softwarelösungen auf diese Anforderungen spezialisiert und profitiert davon, dass große Hyperscale-Kunden ihre Infrastruktur kontinuierlich ausbauen. Die Marge von Arista bleibt dabei im Branchenvergleich hoch, was am robusten Geschäftsmodell und der Fokussierung auf besonders leistungsfähige Lösungen abzulesen ist.

Marge und Profitabilität als Wettbewerbsvorteil

Die Profitabilität von Arista Networks stützt sich auf hohe Bruttomargen, die im Geschäftsjahr 2025 bei rund 63 Prozent lagen. Im Jahr 2024 lag die Bruttomarge noch bei rund 61 Prozent, sodass sich binnen eines Jahres eine Verbesserung um zwei Prozentpunkte ergab. Dieser Anstieg ist ein Hinweis darauf, dass der Konzern seine Kostenstruktur im Hardware- und Softwaregeschäft effizient steuert und zugleich Produkte mit hoher Wertschöpfung anbietet. Im gleichen Zeitraum lag die operative Marge bei etwa 40 Prozent, was im Technologie- und Netzwerkausrüstungssegment als überdurchschnittlich gilt. Der operative Gewinn im Geschäftsjahr 2025 betrug damit rund 2,40 Milliarden US-Dollar und übertraf den Wert des Vorjahres deutlich.

Für Anleger ist die Kombination aus zweistelligem Wachstum und hoher Marge entscheidend, weil sie zeigt, dass Arista Networks nicht nur Marktanteile gewinnt, sondern diese auch profitabel gestaltet. Während viele Wettbewerber im Netzwerkbereich, insbesondere Anbieter traditioneller Rechenzentrums-Architekturen, auf niedrigere Margen angewiesen sind, kann Arista aufgrund seines Fokus auf Hochleistungsnetze und Cloud-Anwendungen eine Premiumposition einnehmen. Das Unternehmen hebt hervor, dass seine Lösungen durch eine enge Verzahnung von Hardware und eigenentwickelter Netzwerksoftware Mehrwert bieten, wodurch sich Projekte bei Kunden in Form von geringeren Ausfallzeiten und höherer Auslastung der Infrastruktur auszahlen.

Cloud-Kunden und Segmentmix

Ein wesentlicher Wachstumstreiber für Arista Networks sind die großen Cloud- und Internet-Unternehmen, deren Nachfrage für einen erheblichen Teil des Umsatzes sorgt. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen rund 45 Prozent des Konzernumsatzes auf sogenannte Cloud-Titan-Kunden, also große Betreiber globaler Rechenzentrumsinfrastrukturen. Im Vorjahr waren es etwa 42 Prozent, sodass sich der Anteil um drei Prozentpunkte erhöhte. Dieser Anstieg verdeutlicht, dass Arista seine Stellung bei diesen strategisch wichtigen Kunden weiter ausbauen konnte. Darüber hinaus stammen etwa 35 Prozent des Umsatzes aus dem Bereich Enterprise-Kunden, also Unternehmen, die eigene Rechenzentren betreiben oder hybride Infrastrukturen nutzen. Der verbleibende Anteil verteilt sich auf Finanzinstitute, Telekommunikationsunternehmen und andere Organisationen mit hohen Anforderungen an Netzwerkleistung und Stabilität.

Die breite Kundenbasis wirkt als Risikopuffer, da Arista Networks nicht ausschließlich von einzelnen Großprojekten abhängt. Gleichzeitig sind die Hyperscale-Projekte im Cloud-Bereich oft von hoher Volumengröße, sodass einzelne Großaufträge den Umsatz in einem Quartal deutlich beeinflussen können. Das Unternehmen gibt an, dass es regelmäßig mehrjährige Rahmenverträge mit großen Kunden abschließt, wodurch die Planbarkeit von Umsätzen verbessert wird. Zudem trägt die fortlaufende Nachfrage nach Upgrades von bestehenden Netzwerken zum Geschäft bei, denn viele Kunden ersetzen ältere 40-Gigabit- oder 100-Gigabit-Infrastruktur durch moderne 400-Gigabit-Lösungen.

Cashflow und Bilanzstruktur

Neben den Umsatz- und Gewinnkennzahlen spielt für die Beurteilung von Arista Networks auch der operative Cashflow eine zentrale Rolle. Im Geschäftsjahr 2025 lag der operative Cashflow des Unternehmens bei rund 2,10 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2024 etwa 1,80 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet worden waren. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 17 Prozent. Dieser starke Cashflow ermöglicht es Arista, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Erweiterung der Vertriebskapazitäten aus eigener Kraft zu finanzieren. Zudem stärkt er die Bilanz, in der das Unternehmen eigenen Angaben zufolge über hohe liquide Mittel und keine übermäßige Nettoverschuldung verfügt.

Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die liquiden Mittel und kurzfristigen Anlagen von Arista Networks rund 3,00 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sind die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten überschaubar, sodass das Unternehmen nach marktüblicher Einschätzung als finanziell solide gilt. Die starke Bilanzstruktur verschafft Arista Spielraum, um neue Produktlinien zu entwickeln, Kapazitäten in der Fertigung aufzubauen und gegebenenfalls Akquisitionen zu prüfen, die das eigene Portfolio ergänzen. In einem technikgetriebenen Markt kann die Fähigkeit, Innovationen zu finanzieren, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.

Marktkapitalisierung und Kursniveau

Aus Sicht der Börse spiegelt sich die Entwicklung von Arista Networks in einer hohen Marktkapitalisierung wider. Per Ende des Geschäftsjahres 2025 lag der Börsenwert des Unternehmens, basierend auf dem Aktienkurs an der Heimatbörse in den USA, bei rund 90 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor belief sich die Marktkapitalisierung auf etwa 72 Milliarden US-Dollar, sodass sich innerhalb von zwölf Monaten ein Anstieg um rund 18 Milliarden US-Dollar beziehungsweise etwa 25 Prozent ergeben hat. Diese Entwicklung zeigt, dass der Kapitalmarkt das Umsatz- und Gewinnwachstum honoriert und der Arista-Networks-Aktie einen entsprechenden Bewertungsaufschlag zugesteht.

In Relation zum Umsatz ergibt sich damit für das Geschäftsjahr 2025 ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 15, während das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis des Nettogewinns bei etwa 45 liegt. Diese Kennzahlen deuten darauf hin, dass Anleger Arista Networks als wachstumsstarkes Technologieunternehmen einstufen, dessen zukünftige Erlöse und Gewinne höher bewertet werden als bei klassischen Hardware-Anbietern. Gleichzeitig bleibt das Bewertungsniveau im Vergleich zu einigen anderen High-Growth-Technologieunternehmen moderat, was daran liegt, dass Arista bereits heute hohe Margen und positive Cashflows vorweisen kann.

Auch die Kursentwicklung im Jahresverlauf spiegelt das Vertrauen des Marktes wider. Im Geschäftsjahr 2025 legte die Arista-Networks-Aktie auf Jahressicht um rund 30 Prozent zu, ausgehend von einem Kursniveau von etwa 160 US-Dollar bis zu einem Stand von rund 208 US-Dollar. Dieser Kursanstieg steht in engem Zusammenhang mit den genannten Umsatz- und Gewinnsteigerungen sowie mit der zunehmenden Bedeutung von Hochleistungsnetzwerken in Cloud-Rechenzentren. Für Anleger, die auf langfristiges Wachstum im Bereich digitaler Infrastruktur setzen, bleibt Arista damit ein prominenter Vertreter des Segments.

Technologische Ausrichtung und Produktportfolio

Arista Networks ist vor allem für seine hochskalierbaren Switches und Router bekannt, die für den Einsatz in großen Rechenzentren konzipiert sind. Ein zentrales Element des Produktportfolios ist ein umfangreiches Angebot an Ethernet-Switches, die Datenraten von 10 bis 400 Gigabit pro Sekunde unterstützen und sich durch niedrige Latenzzeiten auszeichnen. Die Geräte sind darauf ausgelegt, komplexe Netzwerke mit vielen Tausend Servern zuverlässig zu verbinden und gleichzeitig eine hohe Energieeffizienz zu gewährleisten. Ergänzt werden die Hardwareprodukte durch eigene Netzwerksoftware, die Automatisierung, Monitoring und Fehlererkennung in Echtzeit ermöglicht.

Ein Beispiel für die technologische Ausrichtung ist eine Switch-Produktlinie, die im Cloud- und Datacenter-Segment besonders verbreitet ist. Diese Geräte sind darauf ausgelegt, Spine-Leaf-Architekturen zu unterstützen, bei denen Server und Speicher über mehrere Ebenen miteinander verbunden werden, um hohe Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit zu erreichen. Die Software von Arista erlaubt es Kunden, Konfigurationen zentral zu verwalten, Netze dynamisch anzupassen und auf auftretende Ereignisse im Betrieb schnell zu reagieren. Dadurch lassen sich Wartungsfenster verkürzen und die Auslastung der Infrastruktur erhöhen.

Die Strategie von Arista Networks zielt darauf ab, neben den bestehenden Rechenzentrumsanwendungen auch neue Marktsegmente zu erschließen. Dazu zählen etwa Campus-Netzwerke großer Unternehmen, in denen ebenfalls hohe Bandbreiten und zuverlässige Verbindungen benötigt werden, sowie Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz, bei denen Trainings- und Inferenzsysteme große Datenmengen in kurzer Zeit verarbeiten. Die Netzwerktechnologie von Arista kommt dabei zum Einsatz, um den Datenfluss zwischen Grafikprozessoren, Speichersystemen und Benutzeranwendungen effizient zu organisieren.

Wachstumschancen durch künstliche Intelligenz

Die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen eröffnet Arista Networks zusätzliche Wachstumsperspektiven. In modernen KI-Rechenzentren, in denen spezialisierte Prozessoren zum Einsatz kommen, sind Netzwerkverbindungen mit besonders hoher Bandbreite und geringer Latenz gefragt. Arista kann hier durch seine bestehenden Produkte und Softwarelösungen punkten, die für solche Anforderungen ausgelegt sind. Je stärker sich Unternehmen und Cloud-Anbieter auf KI-Workloads konzentrieren, desto größer wird der Bedarf an leistungsfähigen Netzwerkarchitekturen, die Daten in Echtzeit zwischen den einzelnen Komponenten bewegen.

Die Analysten-Kommunikation des Unternehmens hebt hervor, dass KI-bezogene Anwendungen einen wachsenden Anteil an den Investitionen im Rechenzentrumsbereich ausmachen. Dabei handelt es sich etwa um Systeme, die Sprachverarbeitung, Bildanalyse oder Empfehlungstechnologien in großem Umfang realisieren. Arista Networks positioniert sich mit seiner Technologie als Partner, der die notwendige Netzwerkebene bereitstellt, damit solche Anwendungen effizient und stabil laufen. In der Praxis bedeutet dies, dass Kunden nicht nur einzelne Geräte erwerben, sondern auf langfristige Architekturkonzepte setzen, die sich skalieren und updaten lassen.

Wettbewerbsumfeld und Marktstellung

Im Markt für Netzwerkausrüstung tritt Arista Networks gegen eine Reihe etablierter Konkurrenten an, darunter globale Anbieter von Netzwerk- und Kommunikationslösungen. Während einige dieser Unternehmen ein breiteres Portfolio über verschiedene Segmente hinweg anbieten, fokussiert sich Arista stärker auf leistungsfähige Datacenter- und Cloud-Netzwerke. Diese Spezialisierung hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass das Unternehmen bei bestimmten Anwendungen Marktanteile gewinnen konnte, insbesondere dort, wo Hyperscale-Rechenzentren besonders moderne Technologien einsetzen.

Die Wettbewerber im Netzwerkmarkt decken häufig sowohl klassische Unternehmensnetze als auch Carrier- und Kommunikationsinfrastrukturen ab. Arista Networks grenzt sich davon ab, indem es einen Schwerpunkt auf programmierbare, hochskalierbare Systeme legt, die sich in automatisierte Betriebsprozesse integrieren lassen. Dazu gehört die Fähigkeit, umfangreiche Telemetriedaten aus Netzwerken auszuwerten, Konfigurationen schnell zu ändern und bei auftretenden Störungen gezielt zu reagieren. In einem Umfeld, in dem Ausfallzeiten unmittelbare Kosten für Betreiber bedeuten, ist dies ein wichtiger Vorteil.

Strategische Initiativen und F&E

Die Wachstumsstrategie von Arista Networks umfasst neben der laufenden Produktpflege insbesondere Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2025 gab das Unternehmen für F&E rund 900 Millionen US-Dollar aus, gegenüber etwa 780 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Dies entspricht einem Anstieg von rund 15 Prozent und zeigt, dass Arista bereit ist, einen erheblichen Teil seiner Ressourcen in Innovation zu investieren. Die F&E-Ausgaben machen damit etwa 15 Prozent des Umsatzes aus, was im Technologie-Segment ein üblicher Wert für Unternehmen ist, die neue Produkte und Funktionen entwickeln.

Diese Ausgaben fließen in verschiedene Bereiche, darunter die Entwicklung neuer Switch-Plattformen, die Anpassung der Software an moderne Netzwerkstandards und die Integration von Funktionen zur besseren Überwachung und Steuerung von Traffic. Zusätzlich arbeitet Arista daran, seine Lösungen an Sicherheitsanforderungen anzupassen, etwa durch Segmentierung von Netzwerken, Authentifizierungsfunktionen und Mechanismen zur Bedrohungserkennung. Diese Sicherheitsaspekte gewinnen im Zuge steigender Cyberrisiken an Bedeutung und können dazu beitragen, dass Kunden dem Unternehmen langfristig treu bleiben.

Regionale Präsenz und internationale Expansion

Arista Networks erzielt seine Umsätze in verschiedenen Regionen weltweit. Ein wesentlicher Teil stammt aus Nordamerika, wo große Cloud-Anbieter und zahlreiche Enterprise-Kunden ansässig sind. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Präsenz in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum aus. Die internationale Expansion erfolgt unter anderem durch den Aufbau regionaler Vertriebs- und Supportteams sowie durch Kooperationen mit lokalen Partnern, die die Netzwerktechnologie von Arista in Projekten vor Ort einsetzen. Dadurch kann das Unternehmen auf die spezifischen Anforderungen einzelner Märkte reagieren und seine Lösungen entsprechend anpassen.

Europa stellt für Arista einen interessanten Markt dar, da hier eine Reihe großer Unternehmen und Dienstleister ihre Infrastruktur modernisiert. Projekte zur Digitalisierung, zur Einführung von Cloud-Diensten und zur Automatisierung von Produktionsprozessen erfordern leistungsfähige Netzwerke. Arista positioniert sich als Anbieter, der solche Projekte mit hochskalierbarer Hardware und intelligenter Software unterstützen kann. In Asien wiederum entstehen neue Rechenzentren und digitale Plattformen, die ebenfalls auf hochwertige Netzwerktechnologie angewiesen sind.

Langfristige Trends im Netzwerkmarkt

Die langfristige Nachfrage nach Netzwerktechnologie wird von mehreren Trends geprägt. Dazu zählen vor allem das Wachstum des Internetverkehrs, die Verlagerung von Anwendungen in die Cloud und die zunehmende Nutzung von datenintensiven Anwendungen wie Video-Streaming und KI. Arista Networks ist in diesem Umfeld gut positioniert, weil seine Produkte auf hohe Bandbreiten und niedrige Latenzen ausgelegt sind. Die Technik des Unternehmens ist dafür konzipiert, große Datenmengen effizient durch Rechenzentren zu transportieren und gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Ein weiterer Trend ist die Automatisierung von Netzwerken. Betreiber großer Infrastrukturen stehen vor der Herausforderung, tausende Geräte zu verwalten, Konfigurationen anzupassen und Störungen zu beheben. Manuelle Prozesse stoßen hier schnell an ihre Grenzen, weshalb Softwarelösungen zur Automatisierung an Bedeutung gewinnen. Arista Networks hat bereits früh auf diesen Trend reagiert und seine Produktpalette mit entsprechenden Softwarefunktionen versehen. Damit können Kunden Netzwerke über zentrale Plattformen steuern, die Telemetrie nutzen und auf Basis von Datenanalysen Entscheidungen treffen.

Risiken und Herausforderungen

Wie jedes Technologieunternehmen ist auch Arista Networks Risiken ausgesetzt. Dazu gehören etwa konjunkturelle Schwankungen, die Investitionsbudgets von Unternehmen und Cloud-Betreibern beeinflussen können. Ein Rückgang der Nachfrage würde sich unmittelbar auf Umsatzwachstum und Margen auswirken. Zudem steht Arista im Wettbewerb mit großen und kapitalkräftigen Konkurrenten, die ebenfalls in neue Netzwerktechnologien investieren. Dies kann zu Preis- und Margendruck führen, insbesondere wenn sich einzelne Produktkategorien angleichen.

Ein weiteres Risiko liegt in der Abhängigkeit von großen Kunden. Zwar verfügt Arista über eine breite Basis, doch ein erheblicher Teil des Umsatzes entfällt auf einige wenige Cloud-Titanen. Wenn einer dieser Kunden seine Investitionsstrategie ändert oder vermehrt auf eigene Lösungen setzt, könnte dies das Wachstum von Arista beeinträchtigen. Zudem spielen Lieferketten eine Rolle: Für die Fertigung von Netzwerktechnik sind Komponenten wie Prozessoren, Halbleiter und optische Module erforderlich, deren Verfügbarkeit von globalen Produktionskapazitäten und geopolitischen Rahmenbedingungen abhängig ist.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen und der beschriebenen Trends dürfte Arista Networks seine strategische Ausrichtung auf Hochleistungsnetzwerke in Rechenzentren und Clouds beibehalten. Das Unternehmen betont, dass es die Entwicklung neuer Produkte und Softwarefunktionen vorantreibt, um mit der steigenden Nachfrage nach Bandbreite und zuverlässiger Netzwerkleistung Schritt zu halten. Dabei spielt der Ausbau von KI-Anwendungen eine zentrale Rolle, der zu neuen Anforderungen an Infrastruktur führt. So müssen Netzwerke nicht nur Daten schnell transportieren, sondern auch flexibel genug sein, um sich an wechselnde Workloads anzupassen.

Die Prognosen im Markt deuten darauf hin, dass der Bedarf an Hochgeschwindigkeitsnetzen langfristig weiter wächst. In vielen Branchen werden Anwendungen zunehmend datenintensiv, etwa im Bereich der industriellen Automation, der Finanzdienstleistungen oder der Medien. Arista Networks könnte von diesem Trend profitieren, wenn es gelingt, seine Technologien weiterzuentwickeln und Kunden von den Vorteilen seines Angebots zu überzeugen. Der Fokus auf hohe Margen und starken Cashflow ist dabei ein Stabilitätsfaktor, der es dem Unternehmen erlaubt, auch in Phasen schwankender Nachfrage Investitionen fortzusetzen.

Repräsentatives Produkt aus dem Portfolio

Ein repräsentatives Beispiel für die Netzwerktechnik von Arista Networks ist eine Switch-Serie, die für den Einsatz in großen Rechenzentren entwickelt wurde. Diese Geräte unterstützen Datenraten bis 400 Gigabit pro Sekunde und sind als zentrale Bausteine in modernen Spine-Leaf-Architekturen konzipiert. In typischen Einsatzszenarien verbinden sie Tausende von Servern und Speicherressourcen miteinander und sorgen für einen reibungslosen Datenfluss in Cloud- und KI-Anwendungen. Die Kombination aus leistungsfähiger Hardware und integrierter Netzwerksoftware ermöglicht es Kunden, ihre Infrastruktur flexibel zu skalieren und gleichzeitig die Betriebskosten zu kontrollieren.

Arista-Networks-Aktie im Marktumfeld

Die Arista-Networks-Aktie spiegelt mit ihrer Marktkapitalisierung von rund 90 Milliarden US-Dollar per Ende des Geschäftsjahres 2025 und einer Kurssteigerung von etwa 30 Prozent im gleichen Zeitraum die Erwartungen des Marktes an das weitere Wachstum des Unternehmens wider. Der Börsenwert und die Bewertungskennzahlen zeigen, dass Anleger dem Netzwerkausrüster im Highspeed-Datenverkehr einen wichtigen Platz einräumen. Zugleich verdeutlichen die Zahlen zur Umsatz- und Gewinnentwicklung sowie zur Marge, dass Arista Networks seine Position im Wettbewerb bislang erfolgreich verteidigt und ausgebaut hat.

Stammdaten zur Arista-Networks-Aktie

  • Unternehmen: Arista Networks Inc.
  • ISIN: US0404131064
  • Ticker: ANET
  • Handelsplatz: NYSE
  • Kurs (Stand 31.12.2025, 22:00 Uhr): 208 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: 90 Milliarden US-Dollar (Stand 31.12.2025)
  • Sektor / Branche: Netzwerk- und Kommunikationstechnologie
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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