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Aktien Asien/ Pazifik: Zinswende in Japan schreckt Anleger nicht

19.03.2024 - 09:10:34 | dpa.de

Die asiatischen AktienmÀrkte haben am Dienstag uneinheitlich tendiert.

Gewinnen in Australien und Japan standen Verluste an den ĂŒbrigen MĂ€rkten gegenĂŒber. Die japanische Notenbank hatte erstmals seit 17 Jahren die Leitzinsen erhöht.

Die Bank of Japan (BoJ) erhöhte die Spanne fĂŒr die kurzfristigen ZinssĂ€tze geringfĂŒgig auf null bis 0,1 Prozent. Damit ist sie die letzte der großen Zentralbanken der Welt, die sich von der Politik der Negativzinsen verabschiedet. Diese hatte sie erstmals 2016 im Kampf gegen die Deflation eingefĂŒhrt.

Die Entscheidung war in den vergangenen Wochen ausgiebig diskutiert worden. Die Anhebung bedeutete also keinen abrupten Kurswechsel. "Die Änderungen stellen die bisherige Geldpolitik nicht auf den Kopf", betonte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. "Die BoJ wird weiterhin Anleihen kaufen - und zwar in etwa in gleichem Umfang wie zuvor." Deshalb sei die Erhöhung eher symbolisch. Die BoJ mĂŒsse ein neuerliches Abgleiten in die Deflation verhindern. Deshalb sei der Schritt der Beginn eines sanften Wandels der Geldpolitik und keine abrupte Abkehr von der ultra-expansiven Geldpolitik.

Die Gewinne am japanischen AktienmĂ€rkte begrĂŒndeten die Marktstrategen der Deutschen Bank auch mit der SchwĂ€che des Yen, von der die exportorientierte Wirtschaft des Lands profitiert. Offensichtlich gelte an den DevisenmĂ€rkten das Motto kaufe das GerĂŒcht und verkaufe, wenn die Fakten vorliegen. Der Leitindex Nikkei-225 XC0009692440JP9010C00002 zog um 0,66 Prozent auf 40 003,60 Punkte an. Dazu trug der RenditerĂŒckgang am Anleihemarkt bei.

Auch in Australien gab es eine Leitzinsentscheidung. Die australische Notenbank habe zwar den Zins unverĂ€ndert gelassen und damit die Markterwartungen erfĂŒllt, so die Marktstrategen der Deutschen Bank. Sie habe aber zugleich auf die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten verwiesen. In Reaktion darauf habe die LandeswĂ€hrung nachgegeben. Auch die Anleiherenditen seien gesunken. Der australische S&P/ASX 200 XC0006013624 stand am Ende 0,36 Prozent höher bei 7703,23 Punkten.

An den anderen Börsen kam es dagegen zu Verlusten. Hier dominierte ZurĂŒckhaltung vor der US-Zinsentscheidung. Der CSI 300 CNM0000001Y0 der chinesischen Festlandsbörsen sank um 0,72 Prozent auf 3577,63 Punkte, der Hang Seng HK0000004322 der Sonderverwaltungszone Hongkong gab zuletzt um 1,09 Prozent auf 16 555,19 ZĂ€hler nach. Auch in SĂŒdkorea, Indien und Taiwan verzeichneten die MĂ€rkte Kursverluste.

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