Aktien Asien: Wieder gestiegener Ălpreis begrenzt Gewinne
24.03.2026 - 09:10:50 | dpa.deSie schlossen sich damit der Erholungsbewegung an den internationalen MĂ€rkten an, nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen fĂŒr fĂŒnf Tage ausgesetzt und auf "produktive GesprĂ€che" verwiesen hatte.
Die Gewinne blieben angesichts der deutlichen Verluste zu Wochenbeginn allerdings ĂŒberschaubar. Marktstratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management verwies auf den wieder gestiegenen Ălpreis. Man könne verbal und durch Aktionen wie eine Freigabe von Notreserven zwar eine kurzfristige Entspannung bewirken, aber nicht die Folgen unterbrochener Schifffahrtslinien und verminderter RaffineriekapazitĂ€ten beheben.
"Die Börsen interessieren sich derzeit mehr fĂŒr die Zahl der Schiffe, die die StraĂe von Hormus passieren, als fĂŒr aufsehenerregende SĂ€tze des US-PrĂ€sidenten", so Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Solange der Iran nicht mitspielt, wird auch der US-PrĂ€sident den Krieg mit all seinen Folgen fĂŒr die Energiepreise und Weltwirtschaft nicht einseitig beenden können."
Der japanische Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 erreichte daher lediglich ein Plus von 1,42 Prozent auf 52.252,28 Punkte, nachdem er am Vortag 3,5 Prozent verloren hatte. Neue Inflationsdaten spielten eine untergeordnete Rolle. Die Teuerung hatte sich dank fallender Energiekosten weiter deutlich abgeschwĂ€cht und den tiefsten Stand seit fast vier Jahren erreicht. Die Preisdaten zeigen allerdings nur die Entwicklung im Februar, also bevor die Folgen des Iran-Kriegs zu einem starken Anstieg der Preise fĂŒr Rohöl und Erdgas gefĂŒhrt hatten.
Auch der sĂŒdkoreanische Leitindex Kospi vermochte mit 2,7 Prozent Gewinn nicht den Verlust von ĂŒber sechs Prozent am Montag auszugleichen. Ăhnlich sah es an den chinesischen MĂ€rkten aus. Der Hang Seng HK0000004322 der Sonderverwaltungsregion Hongkong stieg zwar um 2,7 Prozent, wĂ€hrend der CSI-300-Index CNM0000001Y0, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, um 1,3 Prozent anzog. Doch blieben die ZuwĂ€chse klar unter den Verlusten der Vortage.
In Australien fielen die Gewinne noch spĂ€rlicher aus. Der S&P ASX 200 XC0006013624 schloss 0,16 Prozent höher mit 8.379,35 Punkten. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf den RĂŒckgang der vorlĂ€ufigen Angaben zu den S&P-Einkaufsmanagerindizes fĂŒr MĂ€rz. In dem Fall unter die Kontraktionsmarke von 50 zeigten sich die ersten Spuren des Krieges im Iran.
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