DB-Regio strebt Ausfallquote unter ein Prozent an
03.04.2025 - 06:16:17"Das Ziel ist, dass wir bis 2027 auf eine Ausfallquote von unter einem Prozent fallen", sagte DB-Regio-Chefin Evelyn Palla.
Im vergangenen Jahr lag die Quote nach Bahn-Angaben bei zwei Prozent, nach drei Prozent im Vorjahr. Man habe man die Zahl der ZĂŒge, die wegen fehlenden Personals oder fehlender ZĂŒge ausgefallen sind, um knapp 40 Prozent senken können. FĂŒr dieses Jahr strebt DB Regio einen weiteren RĂŒckgang um 30 Prozent an. Dies sei zum einen gut fĂŒr die QualitĂ€t des Angebots, sagte Palla. Zum anderen zahlt es sich finanziell aus - schlieĂlich werde die Bahn fĂŒr ausgefallene ZĂŒge nicht von den AufgabentrĂ€gern bezahlt.
Palla: Kaum eine Schicht blieb 2024 unbesetzt
In den Zahlen sind allerdings nicht alle AusfĂ€lle erfasst. "Wir konzentrieren uns natĂŒrlich auf das, was wir als Eisenbahnverkehrsunternehmen verantworten und steuern", sagte Palla. Dies sei die Frage, ob man Personal und Fahrzeuge stellen könne. Die Infrastruktur - also beispielsweise ungeplante Baustellen, die ZugausfĂ€lle zur Folge haben - könne DB Regio nicht beeinflussen. DafĂŒr ist die Bahn-Tochter InfraGo zustĂ€ndig. Inklusive infrastrukturbedingter AusfĂ€lle liegt die Quote deutlich höher. 2023 lag sie bei acht Prozent.
Vor allem die personalbedingten AusfĂ€lle konnte das Unternehmen 2024 reduzieren. Man habe den Personalmangel im Wesentlich ĂŒberwunden, sagte Palla. So habe DB Regio im vergangenen Jahr 6.800 Menschen angestellt. Kaum eine Schicht sei unbesetzt geblieben.
Bei den Fahrzeugen habe man die eigenen Ziele dagegen noch nicht erreicht. FĂŒr mehr ZuverlĂ€ssigkeit der Bahnen setzt das Unternehmen Palla zufolge unter anderem auf mehr Personal in den WerkstĂ€tten. Zudem solle die Werkstatt-Struktur vereinfacht werden. In Ulm wĂŒrden derzeit beispielsweise mehr als 20 unterschiedliche ZĂŒge repariert. "Das wollen wir entflechten", sagte Palla. AuĂerdem sollten die Flotten gerade im S-Bahn-Bereich vereinheitlicht werden.

