Die BAM-Aktie profitiert von steigender Auftragslage und soliden Quartalszahlen
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 12:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSDie BAM-Aktie des kanadischen Infrastruktur- und Asset-Managers Brookfield Asset Management Inc. (ISIN CA1125851040) steht im Heimatmarkt Toronto im Zeichen solider Zahlen und einer wachsenden Auftragsbasis. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Konzern laut veröffentlichtem Jahresbericht einen Umsatz im Asset-Management-Bereich von rund 3,9 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2022 etwa 3,6 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren, was einem Plus von rund 8 Prozent entspricht. Gleichzeitig lag der bereinigte Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Jahr 2023 bei rund 1,5 Milliarden US-Dollar gegenüber rund 1,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Für Anleger sind damit vor allem die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells und die daraus resultierende Marge entscheidend.
Umsatzwachstum und Ergebnisdynamik
Im Fokus der jüngsten Berichterstattung stehen die Asset-Management-Umsätze von BAM, die im Jahr 2023 mit rund 3,9 Milliarden US-Dollar angegeben wurden und damit im Vergleich zu 2022 um rund 8 Prozent zulegten. Diese Entwicklung unterstreicht, dass der Konzern sein verwaltetes Vermögen weiter ausbauen konnte und zusätzliche Gebühreneinnahmen generiert. Parallel dazu verzeichnete der Bereich Fee-related earnings, also gebührenbezogene Erträge vor Performance-Fee-Effekten, im Jahr 2023 einen Wert im mittleren einstelligen Milliardenbereich; dieser lag über dem Niveau des Vorjahres und spiegelte das Wachstum des verwalteten Vermögens wider. Die operative Marge im Asset-Management-Segment blieb stabil im hohen zweistelligen Prozentbereich, was die Profitabilität des Geschäftsmodells sichtbar macht.
Der bereinigte Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft, eine zentrale Kennzahl für die Ertragskraft, lag 2023 bei rund 1,5 Milliarden US-Dollar und damit um etwa 7 Prozent über dem Vorjahreswert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Damit konnte BAM trotz eines anspruchsvollen Zinsumfelds seine Profitabilität steigern. Für das erste Halbjahr 2024 wurde ein weiterer Anstieg der Fee-related earnings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet, wobei die Zuwächse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich lagen. Das Management betont in seinen Aussagen zu den Zahlen die Bedeutung langfristiger Verträge und institutioneller Kunden, die für stabile Gebührenerträge sorgen.
Verwaltetes Vermögen als zentraler Treiber
Ein wesentlicher Anker des Geschäfts sind die Assets under Management (AUM) und die Assets under Fee (AUF), also das Vermögen, auf dem Gebühren erhoben werden. Laut Unternehmensangaben verwaltete BAM Ende 2023 Vermögenswerte im Bereich von mehreren Hundert Milliarden US-Dollar, wobei der überwiegende Teil langfristig in Infrastruktur, Immobilien, erneuerbare Energien und Private Credit investiert ist. Die gebührenpflichtigen Assets under Management lagen ebenfalls im hohen dreistelligen Milliardenbereich und erhöhten sich gegenüber dem Jahr 2022 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Dieser Anstieg erklärt, warum die Fee-related earnings im gleichen Zeitraum zulegen konnten und stützt das Wachstum des wiederkehrenden Umsatzes.
Für institutionelle Anleger ist vor allem die Entwicklung der Management-Gebühren wichtig. BAM wies für 2023 steigende laufende Gebühren aus, die maßgeblich auf neue Fondsabschlüsse sowie auf die Erweiterung bestehender Mandate zurückzuführen waren. In der Ergebnisdarstellung wird betont, dass die Gebührenbasis überwiegend vertraglich fixiert und damit gut planbar ist. Das Unternehmen hebt außerdem hervor, dass Performance Fees, also erfolgsabhängige Gebühren, erst bei Erreichen bestimmter Rendite-Schwellen anfallen, was zusätzliche Upside-Potenziale birgt, diese aber naturgemäß stärker schwanken.
Kapitalstruktur und Ausschüttungspolitik
Die Kapitalstruktur von BAM ist durch einen Mix aus Eigenkapital, langfristigen Verbindlichkeiten und Fondsvehikeln gekennzeichnet. Laut Jahresabschluss 2023 lag die ausgewiesene Verschuldung auf Konzernebene im niedrigen zweistelligen Milliarden-US-Dollar-Bereich, verteilt auf unterschiedliche Währungen und Fälligkeiten. Die durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen Schuldenpositionen wird im oberen einstelligen Jahresbereich angegeben, während der durchschnittliche Zinssatz im mittleren einstelligen Prozentbereich liegt. Diese Struktur erlaubt es dem Konzern, opportunistisch zu refinanzieren und von Marktfenstern zu profitieren.
Für Dividendenorientierte Anleger ist die Ausschüttungspolitik relevant: BAM zahlte im Geschäftsjahr 2023 eine Dividende, die im Bereich von rund 0,32 bis 0,36 US-Dollar je Aktie lag, abhängig von den jeweiligen Quartalszahlungen. Gegenüber dem Jahr 2022 bedeutete dies eine moderate Erhöhung im einstelligen Prozentbereich. Die Ausschüttungsquote bezogen auf den bereinigten Nettogewinn blieb damit im Bereich von rund einem Drittel, was dem Unternehmen Spielraum lässt, zusätzliche Mittel in Wachstum und Akquisitionen zu investieren. Zugleich unterstreicht die regelmäßige Dividende den Anspruch, sowohl Ertrags- als auch Wachstumsinvestoren anzusprechen.
Segment Infrastruktur als Wachstumsschwerpunkt
Ein Schwerpunkt des Geschäfts von BAM ist der Bereich Infrastruktur, in dem der Konzern über verschiedene Fonds und Beteiligungsvehikel in Energie, Transport, digitale Netze und soziale Infrastruktur investiert. Laut Unternehmensangaben entfällt ein bedeutender Anteil des verwalteten Vermögens auf diesen Bereich, wobei das entsprechende AUM in den letzten Jahren zweistellig gewachsen ist. Die Asset-Management-Umsätze, die direkt oder indirekt mit Infrastrukturmandaten verbunden sind, tragen wesentlich zum Fee-related earnings bei. Dabei profitiert BAM davon, dass Infrastrukturprojekte häufig langfristige Verträge mit stabilen Cashflows aufweisen.
Besonders hervorgehoben wird, dass Investitionen in erneuerbare Energien und Energieinfrastruktur eine zunehmend große Rolle spielen. Die entsprechenden Assets under Management liegen im hohen zweistelligen Milliarden-US-Dollar-Bereich, und die jährlichen Investitionsvolumina in neue Projekte werden im mittleren einstelligen Milliardenbereich beziffert. Diese Schwerpunktsetzung erlaubt es BAM, an der globalen Energiewende zu partizipieren, gleichzeitig aber über langfristige Liefer- und Netzverträge stabile Erträge zu generieren. Für Anleger ist dies vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit und planbaren Cashflows ein gewichtiger Punkt.
Produktbeispiel: Infrastruktur-Fonds für institutionelle Anleger
Als repräsentatives Produkt im Portfolio von BAM kann ein großer Infrastruktur-Fonds für institutionelle Anleger gelten, der Kapital in Energie, Transport, Versorger und digitale Infrastruktur bündelt. Ein solcher Fonds verwaltet typischerweise ein Volumen im zweistelligen Milliarden-US-Dollar-Bereich und investiert über mehrere Jahre hinweg in verschiedene Projekte und Beteiligungen. Die Laufzeit liegt meist im Bereich von zehn bis fünfzehn Jahren, sodass Kapital langfristig gebunden ist und über Management- und Performance-Gebühren kontinuierliche Einnahmen für BAM generiert werden.
BAM-Aktie im Heimatmarkt
Die BAM-Aktie ist primär an der Börse Toronto notiert und wird dort in kanadischen Dollar gehandelt. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt, bezogen auf den jüngsten veröffentlichten Stand, im mittleren zweistelligen Milliardenbereich in kanadischen Dollar. Damit zählt das Unternehmen zu den größeren Finanz- und Infrastrukturwerten des kanadischen Marktes. Die Aktie profitiert von der breiten Streuung der Anlegerbasis aus institutionellen Investoren, Pensionsfonds und privaten Anlegern.
Fakten zur BAM-Aktie
- Unternehmen: Brookfield Asset Management Inc.
- ISIN: CA1125851040
- Ticker: BAM
- Handelsplatz: Toronto Stock Exchange (TSE)
- Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen / Asset Management
- Indexzugehörigkeit: Teil verschiedener kanadischer Marktindizes
- Nächstes Earnings-Datum: laut Unternehmenskalender halbjährlich bzw. quartalsweise terminiert
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