EZB verhĂ€ngt Millionenstrafe gegen US-GroĂbank J.P. Morgan
20.02.2026 - 10:25:33 | dpa.deGrund seien falsche Angaben zu Kapitalanforderungen, teilte die EZB in Frankfurt mit.
Die Bank habe zwischen 2019 und 2024 niedrigere sogenannte risikogewichtete Aktiva gemeldet, als sie hĂ€tte an die Bankenaufseher ĂŒbermitteln mĂŒssen. J.P. Morgan SE habe mit den falsch berechneten Zahlen verhindert, dass die Aufseher einen umfassenden Ăberblick ĂŒber ihr Risikoprofil erhielten, kritisierte die EZB, die die gröĂten Banken im Euroraum ĂŒberwacht.
Risikogewichtete Aktiva sind ein MaĂ fĂŒr die Risiken, die eine Bank in ihren BĂŒchern hat. Sie dienen Banken als Grundlage fĂŒr die Berechnung ihrer Kapitalanforderungen. Wegen der zu niedrig angegebenen risikogewichteten Aktiva habe die Bank höhere Kapitalquoten als angebracht gemeldet, erklĂ€rte die EZB. Die Quoten sind SchlĂŒsselindikatoren fĂŒr die KapitalstĂ€rke von Banken und ihre Widerstandskraft, um Verluste abzufedern.
J.P. Morgan hatte erst zuletzt Ărger mit Aufsehern
Die Bank habe die VerstöĂe aufgrund "offensichtlicher MĂ€ngel in ihren internen Prozessen mit grober FahrlĂ€ssigkeit begangen", bemĂ€ngelte die EZB. Interne Kontrollen hĂ€tten die VerstöĂe nicht rechtzeitig aufgedeckt. Die US-Bank kann die Entscheidung vor dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union anfechten.
Erst zuletzt hatte J.P. Morgan Ărger mit Aufsehern. So verhĂ€ngte die deutsche Finanzaufsicht Bafin im Herbst eine Rekordstrafe gegen die Amerikaner in Höhe von rund 45 Millionen Euro wegen MĂ€ngeln in der GeldwĂ€scheprĂ€vention.
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