BayernLB, Halbjahr

BayernLB erhöht nach gutem ersten Halbjahr Gewinnprognose

16.08.2024 - 14:44:30 | dpa.de

Die BayernLB erhöht ihre Gewinnprognose. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verdiente die Landesbank vor Steuern 944 Millionen Euro und war damit nicht mehr weit vom ursprĂŒnglichen Gewinnziel fĂŒr das Gesamtjahr entfernt, das zwischen 1 und 1,2 Milliarden Euro lag.

"Das erste Halbjahr ist gut gelaufen", sagte Vorstandschef Stephan Winkelmeier laut Mitteilung. Nunmehr gehen der oberste Landesbankier und seine Kollegen in der Chefetage davon aus, dass der Vorsteuergewinn am Jahresende bei mehr als 1,2 Milliarden Euro liegen wird - verbunden mit dem ĂŒblichen Hinweis auf erhöhte Unsicherheit angesichts der weiter unruhigen Weltlage.

"Wir liegen ein StĂŒck weit ĂŒber unseren Erwartungen zu Jahresbeginn", sagte Finanzvorstand Markus Wiegelmann zur Prognoseerhöhung. "Wir sehen aber ein paar UnwĂ€gbarkeiten. Dazu zĂ€hlen die Zinsentwicklung in den kommenden Monaten und die Konjunktur."

Zinsanstieg hilft

Das gute Ergebnis im ersten Halbjahr ist nach Worten Wiegelmanns im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurĂŒckzufĂŒhren, einen externen und einen internen: "Das Zinsumfeld ist nach wie vor gĂŒnstig. Und wir haben ein ausgewogenes GeschĂ€ftsmodell, mit dem wir SchwĂ€chen in einzelnen Bereichen ausgleichen können, erklĂ€rte der Finanzvorstand. Der ZinsĂŒberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 150 Millionen auf 1,55 Milliarden Euro. Bedingt unter anderem durch niedrigere Steuerzahlungen, stieg der Nettogewinn im ersten Halbjahr um fast ein Viertel von 593 auf 737 Millionen Euro.

Wichtigste Tochter der BayernLB ist die Berliner Onlinebank DKB, die mit 559 Millionen Euro auch weit mehr als die HĂ€lfte des Vorsteuergewinns erwirtschaftete. Dies waren gut 40 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Schwache Konjunktur spĂŒrbar

Die schwache Konjunktur geht aber auch an der Landesbank nicht folgenlos vorbei: Im GeschĂ€ftsbereich Immobilien sowie mit Sparkassen und anderen Finanzinstitutionen sank der Vorsteuergewinn im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 von 159 Millionen auf 119 Millionen Euro. Eine Hauptursache war die Erhöhung der Risikovorsorge fĂŒr potenziell ausfallgefĂ€hrdete Kredite - in den vergangenen Monaten ist eine steigende Zahl von Firmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Im Bereich Immobilien wird die Risikovorsorge nach EinschĂ€tzung Wiegelmanns noch fĂŒr einige Quartale erhöht bleiben.

Das FirmenkundengeschÀft als dritte Sparte erwirtschaftete einen Vorsteuergewinn von 183 Millionen Euro, genau so viel wie in der ersten JahreshÀlfte 2023. "Viele Unternehmen investieren derzeit nicht sonderlich stark", sagte Wiegelmann.

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