Elektronische, Patientenakte

Elektronische Patientenakte in Deutschland soll nĂŒtzlicher werden

11.02.2026 - 13:40:02

Die bisher spĂ€rlich genutzte elektronische Patientenakte soll nach PlĂ€nen von Gesundheitsministerin Nina Warken fĂŒr Versicherte leichter zugĂ€nglich und nĂŒtzlicher werden.

Die nĂ€chsten Ziele: niedrigere HĂŒrden beim Einloggen, digitale Hilfen bei der Gabe von Arzneien und Terminerinnerungen fĂŒr Versicherte. Dies ist Teil einer "Digitalisierungsstrategie fĂŒr das Gesundheitswesen und die Pflege", die die CDU-Politikerin in Berlin vorstellte.

Die elektronische Patientenakte, genannt ePA, wurde fĂŒr die allermeisten der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten zwar schon vor mehr als einem Jahr angelegt. Seit Oktober ist es fĂŒr Ärztinnen und Ärzte verpflichtend, wichtige Daten einzutragen. Laut Gesundheitsministerium nutzen bisher aber nur 4 Millionen Versicherte die Patientenakte aktiv. Nach Warkens PlĂ€nen sollen es bis 2030 rund 20 Millionen sein.

ePA bisher vorwiegend fĂŒr Kranke praktisch

"Bislang ist es ja so, dass die ePA besonders Sinn macht fĂŒr Patientinnen und Patienten mit einer Krankheitsgeschichte, zum Beispiel mit vielen Befunden und Arztbesuchen", sagte Warken. "Wir wollen aber auch die aktive Nutzung der ePA fĂŒr alle haben, wir wollen sie fĂŒr alle Versicherten attraktiv machen." Dazu brauche es weitere Anwendungen mit einem konkreten Mehrwert.

Als Beispiel nannte sie die "digitale ErsteinschĂ€tzung", die kĂŒnftig der SchlĂŒssel beim Zugang zum Facharzt werden soll: Per App könnten sich zum Beispiel Versicherte selbst durch einen Fragebogen klicken, die Info könnte in der Patientenakte hinterlegt werden. Danach wĂ€re die Buchung eines Arzttermins möglich.

KI fĂŒr weniger Papierkram

Die Digitalisierungsstrategie soll auch einen Rahmen setzen, wie KĂŒnstliche Intelligenz die Behandlung von Krankheiten verbessern und Gesundheitspersonal unterstĂŒtzen soll. Stichwort ist dabei KI-gestĂŒtzte Dokumentation. Sie soll die FachkrĂ€fte von Papierkram entlasten. Warkens Ziel: "Bis 2028 zielt die weiterentwickelte Strategie daher auf eine aktive Nutzung KI-gestĂŒtzter Dokumentation in ĂŒber 70 Prozent der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen."

Weiterer Punkt ist die gezielte Nutzung von Gesundheitsdaten aus den elektronischen Patientenakten zur Forschung. DafĂŒr wurde im vergangenen Jahr das sogenannte Forschungsdatenzentrum Gesundheit gegrĂŒndet, abgekĂŒrzt FDZ. Allein bis Ende dieses Jahres sollen dazu schon 300 Forschungsvorhaben angestoßen oder gestartet werden.

Ziel: Weniger Pannen beim eRezept

DarĂŒber hinaus sollen Dienstleistungen wie das elektronische Rezept kĂŒnftig stabiler laufen. Die Gematik, die das System im Auftrag des Bunds betreibt, soll mehr "Durchgriffsrechte" bekommen. Insgesamt soll es weniger Komponenten geben, damit das System weniger störanfĂ€llig wird, wie Warken sagte.

@ dpa.de

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