Dax startet vor Ifo-Daten kaum verÀndert
24.11.2023 - 09:31:50Die Anleger warteten am Vormittag unter anderem auf die Veröffentlichung des neuen Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex: Der Index gilt als wichtigster FrĂŒhindikator fĂŒr die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. "VerkĂ€ufer sind an der Frankfurter Börse gerade Mangelware", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Mit einem deutschen Aktienindex in der NĂ€he der 16.000er-Marke hĂ€lt der Optimismus auch am heutigen Black Friday an, weil Anleger hoffen, dass der Einzelhandel von den zahlreichen Rabatten profitieren wird." Der Arbeitsmarkt in den USA sei weiterhin sehr robust und die Löhne stiegen, wĂ€hrend die Inflation nachlasse. "Die Menschen haben durch wachsende Realeinkommen also zumindest rein rechnerisch mehr Geld in der Tasche und das dĂŒrfte sich grundsĂ€tzlich positiv auf das EinzelhandelsgeschĂ€ft auswirken", so Stanzl. Die Anleger fĂŒrchten unterdessen, dass eine Art Regierungsshutdown wie in den USA nun auch in Deutschland RealitĂ€t werden könnte, auch wenn dies wohl durch ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse vermieden werden kann. "Die Ratingagenturen Fitch und Moody`s dĂŒrften das politische Treiben in Berlin genau beobachten, folgt es doch derselben Kritik einer schlechten RegierungsfĂŒhrung, die man schon der Regierung in Washington vorwarf und die bereits zu einer Abstufung der BonitĂ€t der USA gefĂŒhrt hatte, wĂ€hrend ein zweites Rating noch geprĂŒft wird", so der Marktexperte. Noch sei aber unklar, wie sich die Haushaltskrise auf das GeschĂ€ftsklima hierzulande auswirken werde: Der Ifo-Index am Freitag werde das Thema wegen seiner zeitlichen AktualitĂ€t noch nicht erfassen: "Die Datenerhebung findet in der Regel in der ersten HĂ€lfte des Monats statt, die Ergebnisse werden dann am Ende, also heute veröffentlicht", sagte Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Freitagmorgen kaum verĂ€ndert. Ein Euro kostete 1,0911 US-Dollar (+0,05 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9165 Euro zu haben. Der Ălpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 81,51 US-Dollar; das waren 9 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


