Ărztekammer fordert höhere Steuern auch auf Bier und Wein
04.07.2026 - 18:10:02 | dpa.deBei Alkohol greife die BeschrĂ€nkung auf einzelne Produktgruppen wie Spirituosen oder Schaumwein zu kurz. "Aus Ă€rztlicher Sicht sollten sĂ€mtliche alkoholischen GetrĂ€nke, einschlieĂlich Wein und Bier, einbezogen werden, um Ausweichreaktionen zu verhindern und den Gesamtkonsum wirksam zu senken", hieĂ es in einer Mitteilung der Ărztekammer.
Beim Blick auf Tabak- und Nikotinprodukte forderte die Ărztekammer, etwa auch Liquids fĂŒr Einweg-E-Zigaretten höher zu besteuern, um deren AttraktivitĂ€t fĂŒr Kinder und Jugendliche zu verringern. Generell nutze Deutschland "die Möglichkeiten zur EindĂ€mmung des Konsums gesundheitsschĂ€dlicher Produkte im europĂ€ischen Vergleich bislang nicht konsequent genug".
Die PlĂ€ne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) fĂŒr den Bundeshaushalt 2027 sehen unter anderem eine Erhöhung der Tabak- und der Alkoholsteuer vor. Dadurch könnten Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn teurer werden. Geplant ist laut Vorlage eine Erhöhung der jeweiligen SteuersĂ€tze um 20 Prozent. Das soll auch fĂŒr Sekt gelten. Von 2028 an soll zudem eine Zuckersteuer auf GetrĂ€nke wie Limonaden und Colas erhoben werden. Einzelheiten dazu sind jedoch noch offen.
