Die Campbell-Soup-Aktie profitiert von stabilem Wachstum und höherer Prognose
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 19:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Campbell-Soup-Aktie des US-Lebensmittelherstellers Campbell Soup Company (ISIN US1280301048) stützt sich auf solide Zahlen: Im dritten Quartal des bis 2024 laufenden Geschäftsjahres erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden US-Dollar und steigerte damit den Erlös gegenüber dem Vorjahr im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Laut Unternehmensangaben für das Geschäftsjahr 2024 peilt Campbell Soup ein organisches Umsatzwachstum und einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses je Aktie (EPS) im mittleren einstelligen Prozentbereich an, was die defensive Qualität des Geschäftsmodells unterstreicht.
Quartalszahlen und Prognose im Fokus
Campbell Soup berichtet für das Geschäftsjahr 2024 ein bereinigtes EPS im Bereich von grob 3,0 bis 3,1 US-Dollar, was einen Anstieg um etwa 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr spiegeln soll. Der Konzernumsatz wird für das laufende Jahr im Bereich von etwa 9,5 bis 9,7 Milliarden US-Dollar erwartet, nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 noch einen Erlös von knapp 9,2 Milliarden US-Dollar erzielt hatte. Damit ergibt sich ein Wachstum von rund 3 bis 5 Prozent, das vor allem von Preisanpassungen und einer soliden Nachfrage nach Suppen, Fertiggerichten und Snacks getragen wird.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024 erwirtschaftete Campbell Soup einen Nettogewinn im Bereich von rund 250 Millionen US-Dollar und übertraf damit den Vorjahreswert leicht. Der operative Gewinn lag im Quartal im mittleren dreistelligen Millionenbereich und spiegelt eine stabile Marge wider, obwohl Kosten für Rohstoffe und Logistik weiterhin anspruchsvoll bleiben. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt dabei eine Verbesserung der Profitabilität um einige Prozentpunkte, was dem Unternehmen Spielraum für Dividenden und Investitionen in Markenwerbung und Sortimentserweiterungen gibt.
Margen, Synergien und Verschuldung
Für das Geschäftsjahr 2024 gibt Campbell Soup eine bereinigte operative Marge im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an, wobei Effizienzmaßnahmen und die Optimierung der Lieferketten zur Stabilisierung beitragen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 ergibt sich damit ein leichter Margenanstieg, der auf eine bessere Kostendisziplin und die Konzentration auf margenstärkere Produkte zurückgeführt wird. Die Bruttomarge bewegt sich nach Unternehmensangaben ebenfalls im hohen zwanzigprozentigen Bereich, was für einen Konsumgüterkonzern mit starkem Markenportfolio üblich ist.
Die Nettoverschuldung von Campbell Soup liegt im Bereich von 4 bis 5 Milliarden US-Dollar, wobei der Konzern seine Schuldenlast durch laufende Cashflows aus dem operativen Geschäft gut bedienen kann. Im Geschäftsjahr 2023 generierte das Unternehmen einen freien Cashflow (Free Cash Flow) im mittleren einstelligen Milliardenbereich, was ausreichend Spielraum für Dividendenzahlungen und Zukäufe bot. Für das Geschäftsjahr 2024 strebt Campbell Soup einen Free Cash Flow an, der mindestens auf Vorjahresniveau liegt oder leicht darüber, wodurch sich die Bilanzqualität weiter stabilisieren kann.
Ein zentraler Punkt für Investoren ist die Dividende: Campbell Soup zahlt seit vielen Jahren regelmäßig Dividenden und liegt mit einer Jahresdividende zwischen 1,3 und 1,4 US-Dollar je Aktie im attraktiven Bereich für defensive Anleger. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Konzern die Ausschüttung im Cent-Bereich leicht gesteigert, was den Anspruch unterstreicht, Aktionäre kontinuierlich am stabilen Geschäft zu beteiligen. Die Ausschüttungsquote, also der Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgezahlt wird, bewegt sich dabei im Bereich von 40 bis 50 Prozent und bleibt damit auf einem nachhaltigen Niveau.
Sektorumfeld und Peer-Vergleich
Campbell Soup ist Teil des defensiven Konsumgütersektors und konkurriert unter anderem mit großen US-Lebensmittelkonzernen wie Kraft Heinz oder General Mills. Im Vergleich zu diesen Peers wächst Campbell Soup im Geschäftsjahr 2024 moderat, liegt mit einem Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent jedoch im Rahmen des Sektortrends. Während einige Wettbewerber stärker auf internationale Expansion setzen, konzentriert sich Campbell Soup weiterhin stark auf den nordamerikanischen Markt, der den Großteil des Umsatzes ausmacht.
Die Bewertung der Campbell-Soup-Aktie orientiert sich an defensiven Kennzahlen: Auf Basis eines erwarteten bereinigten EPS von rund 3,0 bis 3,1 US-Dollar für das Geschäftsjahr 2024 ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im niedrigen bis mittleren Zehnerbereich. Im Vergleich zu anderen Konsumgüterwerten ist die Bewertung damit weder besonders hoch noch besonders niedrig, sondern spiegelt die stabile, aber begrenzt wachstumsstarke Position des Unternehmens wider. Die Dividendenrendite, berechnet aus der Jahresdividende von gut 1,3 US-Dollar je Aktie und dem aktuellen Kursniveau, liegt im Bereich von über 3 Prozent und passt damit zu einer Einkommensstrategie.
Für Anleger spielt die Kombination aus solider Dividendenpolitik, moderatem Wachstum und defensiver Geschäftsstruktur eine wichtige Rolle. Die leichte Anhebung der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 signalisiert, dass Campbell Soup seine Ziele im aktuellen Umfeld für erreichbar hält. Gleichzeitig bleibt der Konzern bei seiner Guidance vorsichtig, um Spielraum für mögliche konjunkturelle Schwankungen und Kostenveränderungen zu behalten.
Produkte und Marken als Umsatztreiber
Campbell Soup erwirtschaftet einen Großteil seines Umsatzes mit Markenprodukten im Bereich Suppen, Fertiggerichte und Snacks. Zu den wichtigsten Marken zählen die Campbell-Suppenprodukte, verschiedene Brühen und Suppenvarianten sowie Snack-Marken im Bereich Chips und Cracker. Diese Kombination aus Traditionsmarken und moderneren Snacks sorgt dafür, dass der Konzern sowohl im klassischen Lebensmittelhandel als auch in modernen Vertriebskanälen präsent ist.
Im Geschäftsjahr 2023 stieg der segmentbezogene Umsatz im Bereich Snacks im mittleren einstelligen Prozentbereich und erreichte damit ein Volumen von mehreren Milliarden US-Dollar. Der Suppenbereich wuchs im gleichen Zeitraum leicht und profitierte von Produktinnovationen sowie saisonalen Nachfrageeffekten. Für 2024 legt Campbell Soup den Fokus auf eine ausgewogene Preis- und Volumenstrategie, um einerseits die Marge zu schützen und andererseits die Nachfrage nicht durch zu starke Preiserhöhungen zu belasten.
Kurs und Marktkapitalisierung
Die Campbell-Soup-Aktie ist an der New Yorker Börse (NYSE) gelistet und wird in US-Dollar gehandelt. Der Kurs der Aktie bewegt sich aktuell im Bereich von rund 45 bis 50 US-Dollar, was nahe an der Mitte der 52-Wochen-Spanne liegt. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt damit im zweistelligen Milliardenbereich von etwa 13 bis 15 Milliarden US-Dollar, womit Campbell Soup als mittlerer bis großer Konsumgüterwert eingestuft wird.
Im Vergleich zu den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Aktienkurs moderat entwickelt: Die 52-Wochen-Spanne reicht von grob 40 bis etwas über 50 US-Dollar, sodass sich die aktuelle Notierung im mittleren Bereich dieses Korridors befindet. Der Kursverlauf spiegelt die defensive Natur der Aktie wider – starke Ausschläge nach oben oder unten sind selten, vielmehr dominiert eine stabile, von Dividenden und moderatem Wachstum getragene Entwicklung.
Campbell-Soup-Aktie im Überblick
- Unternehmen: Campbell Soup Company Inc.
- ISIN: US1280301048
- Ticker: CPB
- Handelsplatz: NYSE
- Kurs (Stand 30.05.2024, 16:00 Uhr): 46,00 US-Dollar
- Marktkapitalisierung: 14,0 Milliarden US-Dollar (Stand 30.05.2024)
- Sektor / Branche: Konsumgüter, Lebensmittel
- Indexzugehörigkeit: S&P-500-Universum
- Nächstes Earnings-Datum: 05.09.2024
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