CDU kritisiert Schwesigs Aussagen im Untersuchungsausschuss
07.12.2025 - 11:16:05Der Obmann der CDU-Fraktion im Ausschuss, Sebastian Ehlers, rĂŒgte Schwesigs Darstellung, die Landesregierung habe sich bei Nord Stream 2 immer im Rahmen der deutschen AuĂen- und Wirtschaftspolitik bewegt.
"Die Aussage, man habe sich auf einer Linie mit der Bundesregierung befunden, heiĂt mitnichten, dass die Bundesregierung die Stiftung gut gefunden oder gar gebilligt hĂ€tte", sagte Ehlers laut Mitteilung. Schwesigs "abenteuerliche Dialektik" habe Mitglieder des Ausschusses verstört.
Weiter warf Ehlers der MinisterprĂ€sidentin vor, sich der Befragung entzogen und diese verzögert zu haben. Es sei nicht möglich gewesen, einfachste EinschĂ€tzung zu erhalten, ohne Schwesig Zeit fĂŒr langwieriges Aktenstudium einzurĂ€umen, kritisierte Ehlers. "Weite Teile ihrer Aussage waren unergiebig." Schwesig habe in wichtigen Fragen nicht zur AufklĂ€rung beigetragen.
Schwesig war 91. und letzte Zeugin
Der Untersuchungsausschuss war im Mai 2022 eingesetzt worden, um die Rolle der Landesregierung beim Bau von Nord Stream 2 zu untersuchen. Schwesig war als 91. und letzte Zeugin geladen. Die Vernehmung am Freitag dauerte nahezu 14 Stunden. Der Abschlussbericht wird bis Sommer 2026 erwartet.
Der Bau der umstrittenen Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 geriet 2020 nach Sanktionsdrohungen der USA ins Stocken. Daraufhin grĂŒndete das Land die Klimaschutzstiftung MV. Unter ihrem Schutzmantel wurde der Bau zu Ende gebracht. Wegen Russlands Ăberfall auf die Ukraine ging die Pipeline letztlich nicht in Betrieb.

