ROUNDUP, CDU-Parteitag

CDU-Parteitag gegen Limosteuer

21.02.2026 - 20:35:04 | dpa.de

Die CDU will keine Limo-Steuer auf gezuckerte GetrĂ€nke fĂŒr eine gesĂŒndere ErnĂ€hrung bei Kindern und Jugendlichen.

Der Bundesparteitag in Stuttgart lehnte einen entsprechenden Vorstoß des Landesverbands Schleswig-Holstein ab. Der Antrag sah vor, dass die CDU die EinfĂŒhrung einer Steuer auf GetrĂ€nke mit hohem Zuckeranteil fordert. Sie sollte mit gestaffelten SĂ€tzen Anreize setzen, den Zuckergehalt zu senken. Gefordert wurde darin auch eine Altersgrenze von 16 Jahren fĂŒr Energy-Drinks.

Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther hatte in der Halle um UnterstĂŒtzung geworben. Es brauche eine Steuer mit Lenkungswirkung, um "massiven gesundheitlichen Problemen" entgegenzuwirken, sagte der CDU-Politiker mit Blick etwa auf Übergewicht bei Kindern. Die christdemokratische Antwort seien nicht Verbote, sondern marktwirtschaftliche Instrumente.

Bundesratsinitiative

Schleswig-Holsteins CDU-GeneralsekretĂ€r Lukas Kilian erklĂ€rte nach dem Beschluss, "auch wenn der Bundesparteitag unserem Anliegen nicht gefolgt ist, werden wir das Thema aus Schleswig-Holstein heraus weiter vorantreiben". Die schwarz-grĂŒne Koalition habe fĂŒr das Februar-Plenum des Schleswig-Holsteinischen Landtages in der kommenden Woche einen Antrag zum Verkauf von Energy-Drinks und zur Werbung fĂŒr gesundheitsschĂ€digende Produkte fĂŒr Kinder eingebracht. Dieser fordere unter anderem eine Bundesratsinitiative fĂŒr den Schutz von Kindergesundheit. In der Bundesratsinitiative solle eine gesetzliche Regelung eingebracht werden, die den Verkauf von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren untersagt.

Vor dem Parteitag hatten 46 Mediziner- und VerbraucherverbĂ€nde dafĂŒr geworben, dass sich die CDU fĂŒr eine solche Zuckersteuer ausspricht. Der Appell wurde unter anderem von der Verbraucherorganisation Foodwatch, der BundesĂ€rztekammer, der BundeszahnĂ€rztekammer und weiteren medizinischen Fachgesellschaften unterstĂŒtzt. BundesernĂ€hrungsminister Alois Rainer (CSU) hatte einer Zuckersteuer bereits eine Absage erteilt.

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