CSU fordert neue E-Auto-PrÀmie mit 'Autopatriotismus'
23.09.2024 - 14:28:24"Es ist an der Stelle jetzt einfach mal ein bisschen mehr (...) Autopatriotismus angebracht", sagte der CSU-Vorsitzende Markus Söder nach einer Parteivorstandssitzung in MĂŒnchen.
Eine PrĂ€mie fĂŒr E-MobilitĂ€t und auch fĂŒr Hybridfahrzeuge wĂ€re wichtig, "um einfach wieder den alten Förderstatus zu haben". "Allerdings wĂŒnschen wir uns eine intelligentere PrĂ€mie. Keine PrĂ€mie, die am Ende nicht den deutschen Autos nĂŒtzt, sondern anderen Autoherstellern." Ziel mĂŒsse deshalb sein, die PrĂ€mie so zu konzipieren, dass vor allem deutsche Hersteller profitierten, sagte Söder. Details, wie dies gehen soll, lieĂ er offen.
Zudem bekrĂ€ftigte Söder die CSU-Forderung, auch weiterhin Verbrennermotoren auf europĂ€ischer Ebene zuzulassen - dies solle nicht nur fĂŒr E-Fuels gelten, "sondern fĂŒr alle Formen der Verbrenner". Söder argumentierte: "Die CO2-Reduktion wird durch den technischen Fortschritt auf Dauer gemacht werden."
Scharfe Kritik an Habeck
Abgesehen davon forderte Söder er eine Absenkung der Lkw-Maut in Deutschland, einen schnelleren Ausbau von E-LadesĂ€ulen, ein modernes Wasserstoffnetz und einen "Ladestrompreis" fĂŒr die E-MobilitĂ€t. Zudem unterstĂŒtze man den Vorschlag, drohende Strafzahlungen von Autobauern bei den geplanten strengeren Flottenvorgaben beim CO2-AusstoĂ zu verschieben und aussetzen, "wenn keine Schuld vorliegt", sagte Söder.
"Deutschland ist schon in einer ziemlichen Krise, was das Auto betrifft", sagte Söder. Bayern stehe im Moment zwar immer noch besser da als andere. Aber wenn Deutschland in den Bereichen Maschinenbau, Auto oder Chemie Probleme bekomme, dann bekomme auch Bayern Probleme. Absurd sei, dass Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) die Krise in diesen Branchen zum Teil selbst verursacht habe, argumentierte er. "Die GrĂŒnen sind seit Jahren die Autofeinde Nummer eins, anders kann man es ja gar nicht anders sagen": Die E-MobilitĂ€ts-Förderung sei gestrichen worden, es gebe kein Wasserstoffnetz, und die GrĂŒnen hĂ€tten aus ideologischen GrĂŒnden den Verbrenner "bekriegt", kritisierte er.

