WDH / ROUNDUP: Sperrung Hamburg-Berlin - LĂ€nder fĂŒr besseren Ersatzverkehr
27.05.2025 - 16:23:29Absatz der Meldung steht. Richtig ist: "FĂŒr den Regionalverkehr haben die sieben zustĂ€ndigen AufgabentrĂ€ger gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und der DB ein Konzept erarbeitet.")
BERLIN (dpa-AFX) - Wenige Monate vor Beginn der Generalsanierung der Fernverkehrsstrecke zwischen Hamburg und Berlin schlagen sieben BundeslĂ€nder Alarm. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) fordern sie, dass der Schienenersatzverkehr wĂ€hrend der neunmonatigen Vollsperrung besser organisiert werden mĂŒsse. Bei einigen Themen gebe es noch keine Einigung im Sinne der ursprĂŒnglichen Absprachen zwischen Bund, LĂ€ndern und der Deutschen Bahn.
Die Bahn mĂŒsse "angemessene Ersatzverkehrsleistungen fĂŒr alle betroffenen Kommunen und Regionen an den von den Totalsperrungen betroffenen Strecken anbieten", heiĂt es in dem Schreiben der LĂ€nder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Der Brief ist auf den 19. Mai datiert und wurde am Dienstag veröffentlicht. Zuerst hatten der "Tagesspiegel" und der "Nordkurier" darĂŒber berichtet.
Auch mĂŒsse der Ersatzverkehr auf der StraĂe und der Schiene verlĂ€sslich finanziert werden, und es mĂŒsse ausreichend KapazitĂ€ten fĂŒr den GĂŒterverkehr auf Umleitungsrouten geben.
Neun Monate Vollsperrung
Der Streckenabschnitt zwischen Berlin und Hamburg soll von August 2025 bis April 2026 komplett gesperrt und rundum saniert werden. Mit 230 ZĂŒgen und bis zu 30.000 FahrgĂ€sten pro Tag handelt es sich um eine der wichtigsten Direktverbindungen. Die Strecke ist rund 280 Kilometer lang.
Im Fernverkehr werden die ZĂŒge dann ĂŒber Stendal, Uelzen und Salzwedel umgeleitet. FĂŒr FahrgĂ€ste bedeutet das eine lĂ€ngere Fahrzeit von 45 Minuten. Im Nahverkehr sollen einige Regio-Linien fĂŒr schnelle Zugverbindungen nach Berlin und Hamburg sorgen. Die entfallenden Halte werden von Bussen angefahren - teils mit erheblich lĂ€ngeren Fahrzeiten.
Die Deutsche Bahn betonte, dass Reisende wĂ€hrend der gesamten Sanierung im Regional- und Fernverkehr mobil blieben. "FĂŒr den Regionalverkehr haben die sieben zustĂ€ndigen AufgabentrĂ€ger gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und der DB ein Konzept erarbeitet." Als Ersatz fĂŒr ausfallende Zugverbindungen seien mehr als 170 Busse unterwegs. "Die Buslinien werden durch die AufgabentrĂ€ger der LĂ€nder bestellt."
Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) teilte mit: "Damit die MobilitĂ€t fĂŒr Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen wĂ€hrend der Bauzeit gesichert bleibt, brauchen wir vom Bund klare Zusagen fĂŒr eine verlĂ€ssliche Finanzierung der Ersatzverkehre und Investitionen in die notwendige Infrastruktur." Auch ein "Korridorbeirat" unter Beteiligung aller relevanten Akteure solle einberufen werden, fordern die LĂ€nder.

