Kliniken wollen mehr Zuzahlung der Patienten
19.03.2026 - 06:32:42 | dpa.de"Eine Erhöhung der Zuzahlung auf 15 Euro wĂ€re vernĂŒnftig und vertretbar. Die Zuzahlung war 2004 mit zehn Euro pro Tag eingefĂŒhrt worden, seither wurde sie nicht erhöht", sagte Vorstandschef Gerald GaĂ der "Rheinischen Post". GaĂ verwies zugleich auf eine HĂ€rtefall-Regelung und eine Begrenzung auf maximal 28 Tage, fĂŒr die man bei Klinikaufenthalten bezahlen muss.
GaĂ zeichnete zugleich ein dĂŒsteres Bild von der Lage der KrankenhĂ€user in Deutschland. "Die Lage ist ernst. Aktuell schreiben 80 Prozent der Kliniken rote Zahlen. Ein Drittel der HĂ€user in Deutschland ist von Insolvenz bedroht: 16 Prozent sind stark insolvenzgefĂ€hrdet, weitere 21 Prozent gefĂ€hrdet", sagte der DKG-Chef.
Der PrĂ€sident des Landkreistages, Achim Brötel, ergĂ€nzte in der "Rheinischen Post", besonders betroffen seien HĂ€user mit kirchlichen und freigemeinnĂŒtzigen TrĂ€gern. Auch den kommunalen KrankenhĂ€usern gehe es "richtig schlecht", weil die Kommunen als TrĂ€ger einen Defizitausgleich in der momentan erforderlichen Höhe schlicht nicht mehr leisten könnten.
Gaà forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, die auf ein Jahr angelegte staatliche Ausgleichszahlung, die der Bund den KrankenhÀusern zur Stabilisierung der finanziellen Lage seit November 2025 gewÀhrt hat, zu verlÀngern. Es gehe um vier Milliarden Euro.
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