Iran-Krieg, Exporte

Trotz Iran-Krieg: Deutsche Exporte legen im April ĂŒberraschend weiter zu

09.06.2026 - 09:18:19 | dpa.de

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren auch im April trotz des Iran-Kriegs gesteigert.

Im Vergleich zum MĂ€rz legten die Ausfuhren um 0,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorlĂ€ufiger Ergebnisse mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung ĂŒberrascht. Sie hatten im Schnitt einen RĂŒckgang um 0,5 Prozent erwartet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug der Zuwachs bei den Ausfuhren sogar 3,6 Prozent. Die Werte sind bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte. Die Importe nahmen gegenĂŒber MĂ€rz um 1,2 Prozent zu und im Jahresvergleich zu April 2025 um 6,2 Prozent.

WĂ€hrend sich der Wert der Exporte im April auf 136,6 Milliarden Euro belief, wurden Waren im Wert von 122,1 Milliarden Euro nach Deutschland eingefĂŒhrt. Daraus ergab sich ein ExportĂŒberschuss von 14,5 Milliarden Euro nach 14,7 Milliarden Euro im MĂ€rz.

USA-Exporte legen gegenĂŒber MĂ€rz leicht zu

Auch im April blieben die USA wichtigster Außenhandelsmarkt fĂŒr Deutschland - die Exporte in die Vereinigten Staaten hatten einen Wert von 11,4 Milliarden Euro. Das waren zwar 1,8 Prozent mehr als noch im MĂ€rz dieses Jahres, verglichen mit April 2025 ergab sich jedoch ein Minus von 12,9 Prozent. Die Ausfuhren in die Volksrepublik China gaben im Vergleich zum MĂ€rz um 3,5 Prozent nach auf 5,8 Milliarden Euro.

Auch in das Vereinigte Königreich lieferten die deutschen Unternehmen weniger - hier fielen die Exporte seit MÀrz um 9,5 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Dagegen nahmen die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der EuropÀischen Union (EU) im Vergleich zu MÀrz um 1 Prozent zu auf 79,1 Milliarden Euro.

Die Folgen des Iran-Kriegs mit hohen Energiepreisen bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft. So verteuern die gestiegenen Ölpreise den Warentransport fĂŒr die Unternehmen.

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