Bundesbank: Staatsschulden um 144 Milliarden Euro gestiegen
31.03.2026 - 11:24:32 | dpa.deNach Berechnungen der Bundesbank legten die Gesamtschulden um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro zu. Dabei wuchsen die Schulden des Bundes, einschlieĂlich der Extra-Haushalte mit zusĂ€tzlich 107 Milliarden Euro am stĂ€rksten. Dieser Betrag hat sich gegenĂŒber dem Vorjahr (36 Mrd. Euro) nahezu verdreifacht. Auch BundeslĂ€nder, Kommunen und Sozialversicherungen machten zusĂ€tzliche Schulden.
Die Schuldenquote - also das VerhĂ€ltnis der Schulden zur Wirtschaftsleistung - stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent. In den vier Jahren zuvor war dieser Wert zurĂŒckgegangen. Ohne neue Schulden wĂ€re die Quote 2025 um 2,0 Punkte gesunken.
Maastricht-Kriterien nicht eingehalten
Damit ĂŒberschritt Deutschland - wie die meisten Staaten im Euroraum - zum sechsten Mal in Folge die in den europĂ€ischen VertrĂ€gen von Maastricht vereinbarte Grenze von 60 Prozent. Zuletzt hatte Europas gröĂte Volkswirtschaft diese Marke im Vor-Corona-Jahr 2019 mit einem Wert von 58,7 Prozent unterschritten. Es folgten Milliardenhilfen in den Pandemie-Jahren und in der vom Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise. Mit den staatlichen Milliarden-Ausgaben fĂŒr Verteidigung und Infrastruktur wird erwartet, dass die Schuldenquote in den vergangenen Jahren weiter steigt.
Das sogenannte gesamtstaatliche Maastricht-Defizit betrÀgt laut Statistischem Bundesamt 119 Milliarden Euro. Die Differenz zum Schuldenanstieg erklÀrt die Bundesbank mit dem Umstand, dass mit einem Teil der neuen Schulden Finanzvermögen aufgebaut worden sei. Dies werde nicht zum Defizit gezÀhlt.
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