US-Ölkonzern, Chevron

US-Ölkonzern Chevron verdient deutlich mehr als erwartet - Aktie legt zu

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 13:45 Uhr | dpa.de

Die durch den Iran-Krieg kräftig gestiegenen Preise für Rohöl haben dem US-Ölkonzern Chevron US1667641005 deutlich mehr in die Kassen gespült.

Das Unternehmen konnte den Gewinn mit knapp 12,1 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfachen, wie der Konzern am Freitag in Houston mitteilte. Der bei Analysten im Fokus stehende bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 1,77 auf 6,06 Dollar. Die Texaner übertrafen damit die Erwartungen deutlich. Zudem war dies für den Ölkonzern der höchste Quartalsgewinn seit 2022 - damals hatte Russlands Invasion in der Ukraine den weltweiten Energiemarkt auf den Kopf gestellt. Die Aktie legte im vorbörslichen US-Handel zu.

Chevron reiht sich neben Shell GB00BP6MXD84 und Totalenergies FR0000120271 in die Liste der Konzerne ein, die deutlich höhere Gewinne verzeichnen. Die Ölgiganten erzielen von der Rohölförderung über die Raffination bis hin zum Handel höhere Margen. Da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den USA und dem Iran Ende Februar stark eingeschränkt ist, sind die Preise für Alternativen zu Rohöl aus dem Persischen Golf in die Höhe geschossen.

Der Rohölpreis, der Ende April bei der weltweiten Referenzsorte Brent auf über 125 Dollar pro Barrel gestiegen war, trug maßgeblich zum Gewinnanstieg von Chevron bei. Zwar sind die Ölpreise seitdem wieder in den 90-Dollar-Bereich gefallen, doch die Margen bei der Weiterverarbeitung in Raffinerien bleiben nahe einem Rekordniveau, da bei Diesel, Kerosin und Benzin regionale Versorgungsengpässe herrschen. Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien verschärfen die Engpässe zusätzlich.

Chevron erhöhte im Quartal die Produktion um ein Fünftel auf 4,07 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag. Dazu trugen vor allem Anlagen im US-Golf von Mexiko und in Kasachstan bei, die ihre Produktion im Laufe des Quartals steigerten. Zudem profitierte der Konzern von seiner 55-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Energieunternehmens Hess Corporation im vergangenen Jahr.

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