LĂ€nderenergieminister pochen auf raschen Wasserstoffausbau
05.12.2025 - 17:26:02Wasserstoff werde als neuer EnergietrĂ€ger und Rohstoff immer wichtiger, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) zum Abschluss der dreitĂ€gigen Energieministerkonferenz in Stralsund. Die Ministerrunde sei sich einig, dass es mehr Regelungen geben mĂŒsse, die den Ăbergang zur Wasserstoffwirtschaft erleichterten.
Wasserstoff gilt als Alternative zu fossilen EnergietrĂ€gern und damit als wichtig bei der Energiewende und dem Klimaschutz. "GrĂŒner Wasserstoff" wird per Elektrolyse von Wasser mittels Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen.
"Der Wasserstoff-Hochlauf in Deutschland stockt. Es gilt, zĂŒgig die erforderlichen Rahmenbedingungen dafĂŒr zu schaffen, dass Bremsen gelöst und MaĂnahmen beschleunigt werden können, um auch international nicht den Anschluss zu verlieren", heiĂt es in einem Beschluss der Konferenz.
Schleswig-Holsteins Energiewende- und Klimaschutzminister Tobias Goldschmidt (GrĂŒne) bemĂ€ngelte ein gewisses "erratisches" Agieren in der Energiepolitik seitens der Bundesregierung.
"Schlendrian" in der Energiepolitik
"Wir mĂŒssen sehen, dass wir schon etwa ein Viertel der Legislaturperiode auf Bundesseite hinter uns gelassen haben und doch spĂŒrbar ist, dass man immer noch im Arbeitsvorbereitungsmodus ist und ein gewisser Schlendrian in die Energiepolitik in Berlin eingekehrt ist", kritisierte er. Deswegen gebe es viel Verunsicherung im Land.
Die Energieministerkonferenz stehe hinter "grĂŒnem Wasserstoff", so Goldschmidt weiter. Wichtig sei das Prinzip des "GrĂŒnen Leitmarkts". Dabei gehe es darum, dass bei öffentlichen EinkĂ€ufen oder AuftrĂ€gen darauf geachtet werde, dass "grĂŒner Wasserstoff" zum Einsatz komme. Dadurch werde die Abnahme von Wasserstoff generiert. Zudem mĂŒssten neue Gaskraftwerke immer auch "wasserstoff-ready" sein, also schnell auf Wasserstoffnutzung umgerĂŒstet werden können.

