AKTIEN IM FOKUS: Immobiliensektor schwach - Zinssenkung durch Fed rĂŒckt in Ferne
01.02.2024 - 09:54:28 | dpa.deDer europĂ€ische Sektorindex rutschte mit minus 1,8 Prozent an das Ende des 19 Sektoren umfassenden Tableaus von Branchenindizes. Am deutschen Markt bĂŒĂten Vonovia DE000A1ML7J1, Aroundtown LU1673108939, LEG DE000LEG1110, Grand City Properties LU0775917882 und Deutsche Wohnen DE000A0HN5C6 zwischen 1,4 und 4,6 Prozent ein.
Die Erwartung von baldigen Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten und spĂ€ter auch in der Eurozone hatten den Sektor Ende vergangenen Jahres stark nach oben getrieben. Immobiliengesellschaften gelten als besonders zinssensibel. Niedrige Kapitalmarktzinsen verbilligen Akquisitionen und auch die Refinanzierung der Unternehmen. Zudem stellen in Marktphasen mit niedrigen Zinsen die Aktien von Immobiliengesellschaften wegen ihrer stabilen ErtrĂ€ge und meist stabilen AusschĂŒttungen eine Anlagealternative zu Anleihen dar.
US-Notenbankchef Jerome Powell habe am Vorabend die Erwartungen der MÀrkte einer Zinssenkung bereits im MÀrz gedÀmpft, schrieb Volkswirt Roland Metzenmacher von der BayernLB. Der Fokus richte sich vielmehr auf den Sommer. "Die FinanzmÀrkte reagierten erwartungsgemÀà enttÀuscht". "Die Fed verpasst den Zinsoptimisten einen DÀmpfer", schrieb Ricardo Evangelista, Analyst beim Broker ActivTrades. Nach einer Zinssenkung bereits im MÀrz hörten sich die Aussagen der Fed nicht an. "Doch genau darauf hatten viele Marktteilnehmer gehofft".
Hohe Zinsen und eine maue Wirtschaft hĂ€tten Europas ImmobilienmĂ€rkte 2023 schwer in Mitleidenschaft gezogen, schrieb Analyst Tom Leahy vom Investmenthaus MSCI. Das Wohl und Wehe der Branche im laufenden Jahr hĂ€nge daher vor allem von den Zentralbanken ab. Sollten diese die Inflation in den Griff bekommen und die Zinsen wieder senken, dann könne die Branche "durchatmen". Schulden wĂŒrden dann billiger, was den Druck von Schuldnern nehmen wĂŒrde.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktienfokus Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

