EU: Zusatzzölle auf US-Waren könnten am 7. Februar kommen
19.01.2026 - 16:27:45Ein Sprecher der EuropĂ€ischen Kommission bestĂ€tigte in BrĂŒssel, dass theoretisch bereits am 7. Februar EU-Sonderzölle auf Wareneinfuhren im Wert von 93 Milliarden Euro fĂ€llig werden könnten. Diese Abgaben seien im Zuge des Zollkonflikts im vergangenen Jahr vorbereitet worden und wĂŒrden automatisch in Kraft treten, wenn die derzeit nur bis zum 6. Februar beschlossene Aussetzung nicht verlĂ€ngert werde.
Betroffen von den EU-Ausgleichszöllen wĂ€re eine lange Liste mit Industrie- und Agrarprodukten wie zum Beispiel Flugzeugen, MotorrĂ€dern, Rindfleisch, Whiskey oder ZitrusfrĂŒchten. Die MaĂnahmen hĂ€tten im vergangenen Sommer in Kraft treten sollen, wenn die USA angedrohte Zölle in Höhe von 30 Prozent auf die Einfuhr europĂ€ischer Produkte eingefĂŒhrt hĂ€tten. Stattdessen gab es dann allerdings eine Abmachung auf einen Basiszollsatz in Höhe von 15 Prozent und die Verordnung fĂŒr die Gegenzölle wurde erst einmal fĂŒr sechs Monate wieder ausgesetzt.
Trumps neue ZollplĂ€ne sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europĂ€ischen Staaten zu verhĂ€ngen. Der US-PrĂ€sident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu DĂ€nemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Die Regierung in Kopenhagen schlieĂt ein solches GeschĂ€ft bislang aus und wird dabei aktiv von mehreren europĂ€ischen Staaten unterstĂŒtzt. Die Zölle sollen nun diejenigen treffen, die jĂŒngst symbolisch Soldaten nach Grönland entsendet hatten. Neben DĂ€nemark und Deutschland waren das unter anderem Frankreich, GroĂbritannien und die Niederlande.

