EU-Kommission will UnabhÀngigkeit bei Chips, Cloud und KI
03.06.2026 - 14:20:10 | dpa.deDafĂŒr soll unter anderem die Nachfrage nach europĂ€ischen Halbleitern wachsen, wie aus einem Vorschlag der BrĂŒsseler Behörde hervorgeht.
Zudem soll der öffentliche Sektor in Deutschland und anderen MitgliedslĂ€ndern bei der Speicherung von sensiblen Daten in Clouddiensten sorgfĂ€ltig auswĂ€hlen, wem die Daten anvertraut werden und mehr auf europĂ€ische Lösungen setzen. Auch Europas Industrie fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz soll durch neue KI-Zentren stĂ€rker werden. Ziel sei es, die KapazitĂ€t von Rechenzentren in Europa in den nĂ€chsten fĂŒnf bis sieben Jahren zu verdreifachen, teilte die EU-Kommission mit.
Tech-Giganten beherrschen Europas Cloud-Markt
Hintergrund sind unter anderem Sorgen, China oder die USA könnten durch Sanktionen oder Exportkontrollen das Angebot von Tech-Firmen fĂŒr europĂ€ische Kunden einschrĂ€nken - oder die europĂ€ische Industrie dauerhaft abgehĂ€ngt werden. So werden etwa ĂŒber 70 Prozent des europĂ€ischen Cloud-Marktes von nur drei US-Giganten beherrscht. Bei der Herstellung von Chips stagniert Europas Marktanteil bei rund 10 Prozent.
Von der Leyen mahnt
"Wir können es uns nicht leisten, bei den Technologien, die den Betrieb unserer KrankenhĂ€user, die StabilitĂ€t unserer Energienetze und die Sicherheit unserer Dienste gewĂ€hrleisten, von anderen abhĂ€ngig zu sein", teilte Ursula von der Leyen, PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Kommission, mit. "Europa verfĂŒgt ĂŒber das Talent, die Spitzenforschung, die industrielle Basis und den Binnenmarkt. Gemeinsam mĂŒssen wir diese StĂ€rken in technologische SouverĂ€nitĂ€t umwandeln."
Bevor die VorschlĂ€ge umgesetzt werden können, mĂŒssen sich die EU-Staaten und das Europaparlament noch damit befassen und ihnen zustimmen.
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