Kommt 'Made in Europe'? EU stellt Vorschlag erst spÀter vor
23.02.2026 - 13:35:34 | dpa.deNach den GesprĂ€chen der letzten Tage sei die PrĂ€sentation des Industrie-Beschleunigungsgesetzes (Industrial Accelerator Acts, IAA) nun fĂŒr den 4. MĂ€rz geplant, hieĂ es aus dem Kabinett von EU-Industriekommissar StĂ©phane SĂ©journĂ©. "Wir hoffen, dass diese zusĂ€tzliche Woche interner Diskussionen dazu beitragen wird, den Vorschlag noch solider zu machen."
FĂŒr das neu geplante Gesetz kann die EU-Kommission einen Vorschlag vorlegen. Das EuropĂ€ische Parlament und die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs beraten dann darĂŒber und können Ănderungen durchsetzen. Ohne ihre Zustimmung kann der Vorschlag nicht Recht werden. Ziel ist es, die angeschlagene Wirtschaft in der EuropĂ€ischen Union wettbewerbsfĂ€higer zu machen. Zuletzt war die Vorstellung fĂŒr diese Woche vorgesehen.
"Made in Europe" fĂŒr strategische Sektoren
EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen kĂŒndigte an, dass der Vorschlag der Kommission unter anderem eine europĂ€ische Bevorzugung fĂŒr strategische Sektoren enthalten werde. Konkrete Sektoren und eine genaue Ausgestaltung nannte sie nicht. Um den sogenannten Made-in-Europe- beziehungsweise Buy-European-Ansatz, mit dem bei öffentlichen Investitionen europĂ€ische Produkte bevorzugt werden könnten, gibt es Diskussionen.
So bewertete Bundeskanzler Friedrich Merz weitreichende VorschlĂ€ge Frankreichs fĂŒr ein verpflichtendes "Made in Europe"-Prinzip kritisch, mit dem europĂ€ische Anbieter bei öffentlichen Investitionen bevorzugt wĂŒrden. Derartige Vorgaben sollten nur fĂŒr kritische, strategisch wichtige Sektoren und auch nur als letztes Mittel eingesetzt werden, forderte der CDU-Vorsitzende.
Mehrheit fĂ€nde "Made in Europe"-Vorgaben fĂŒr Firmen gut
In einer reprÀsentativen Erhebung im Auftrag der IG Metall stimmten zuletzt 70 Prozent der Befragten in Deutschland der Aussage zu: "Unternehmen, die Produkte auf dem europÀischen Markt verkaufen, sollten gesetzlich verpflichtet werden, einen Teil ihrer Produktion auch in der EU anzusiedeln."
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

