EU-Etat, LĂ€nder

EU-Etat fĂŒr 2027: LĂ€nder wollen acht Milliarden weniger

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 18:37 Uhr, dpa.de

Die EU-LĂ€nder streben fĂŒr 2027 einen gemeinsamen Haushalt in Höhe von knapp 192 Milliarden Euro an - rund 8 Milliarden weniger als von der EuropĂ€ischen Kommission vorgeschlagen.

Darauf verstĂ€ndigte sich der Rat der Mitgliedsstaaten in BrĂŒssel, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Insgesamt verfolge der Rat einen vorsichtigen Ansatz, hieß es.

Plan Teil des langfristigen Gemeinschaftshaushalts

Der Plan fĂŒr das kommende Jahr ist der siebte und damit letzte im Rahmen des sogenannten MehrjĂ€hrigen Finanzrahmens (MFR) fĂŒr den Zeitraum 2021 bis 2027. Eine grobe GrĂ¶ĂŸenordnung ist damit bereits vorgegeben. Der Gemeinschaftsetat fĂŒr die sieben Jahre insgesamt umfasst rund 1,1 Billionen Euro. Er speist sich zum grĂ¶ĂŸten Teil aus BeitrĂ€gen der Mitgliedsstaaten.

Vom Rat hieß es weiter, das Budget fĂŒr 2027 solle auf einem angemessenen Niveau liegen, um die Umsetzung politischer Maßnahmen und Programme sicherzustellen und die FĂ€higkeit zu gewĂ€hrleisten, auf anhaltende Krisen und Herausforderungen zu reagieren. Dazu zĂ€hlten neben unvorhersehbaren Entwicklungen etwa die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der anhaltende Migrationsdruck.

Kommission will 200 Milliarden

Nach dem Willen der Kommission soll der Etat fĂŒr das kommende Jahr rund 200 Milliarden Euro umfassen. PrioritĂ€ten sollen unter anderem die WettbewerbsfĂ€higkeit der Staatengemeinschaft, Sicherheit und Verteidigung und die Ukraine-UnterstĂŒtzung haben. ZahlenmĂ€ĂŸig soll das mit Abstand meiste Geld in die Landwirtschaft (54 Milliarden Euro) und die Förderung strukturschwacher Regionen innerhalb der EU (44 Milliarden Euro) fließen.

Die EU-Staaten muss sich nun noch mit dem Europaparlament auf einen Haushalt verstÀndigen. Das diesjÀhrige EU-Budget umfasst rund 190 Milliarden Euro.

Deutschland steuert als grĂ¶ĂŸter Nettozahler der Union fast ein Viertel der Mittel bei, profitiert aber gleichzeitig stark vom EU-Binnenmarkt. Derzeit wird in BrĂŒssel ĂŒber ein neues Mehrjahresbudget von 2028 bis 2034 gerungen.

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