EU weitet Marineeinsatz im Nahen Osten aus
30.03.2026 - 18:08:18 | dpa.deWie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, sieht eine ErgĂ€nzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge kĂŒnftig auch Informationen ĂŒber verdĂ€chtige AktivitĂ€ten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können. Zudem soll es unter anderem AusbildungsaktivitĂ€ten fĂŒr die SeestreitkrĂ€fte Dschibutis und eine Zusammenarbeit mit der jemenitischen KĂŒstenwache geben.
Bei den EU-MarineeinsĂ€tzen geht es um die Operationen "Aspides" und "Atalanta". "Aspides" war Mitte 2024 gestartet worden und soll Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen schĂŒtzen. "Atalanta" gibt es bereits seit 2008. Sie wurde zur BekĂ€mpfung der Piraterie in der Region gestartet.
Bundeswehr hat derzeit kein Schiff im EU-Einsatz
Deutschland beteiligt sich derzeit an dem Einsatz "Aspides", hat derzeit allerdings kein Schiff vor Ort. Das Mandat fĂŒr eine Beteiligung an "Atalanta" lief im April 2022 aus.
Diplomaten betonten am Montag in BrĂŒssel, dass die geplante Ausweitung der EinsĂ€tze nicht im Zusammenhang mit Forderungen von US-PrĂ€sident Donald Trump steht. Dieser verlangt von europĂ€ischen Alliierten, einen Beitrag zur Absicherung von Ăl- und Gastransporten durch die StraĂe von Hormus zu leisten. Hintergrund ist nach Angaben aus BrĂŒssel unter anderem auch eine bessere Beobachtung der russischen Schattenflotte. Ăber diese versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen UnterstĂŒtzern der Ukraine eingefĂŒhrten Preisdeckel fĂŒr russisches Ăl zu umgehen. Zudem steht sie in Verdacht, auch fĂŒr Sabotageaktionen gegen Unterwasserinfrastruktur genutzt zu werden.
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