Aktien Europa: Kaum verÀndert - US-Feiertag hemmt das GeschÀft
23.11.2023 - 12:13:32Nachdem die Vorgaben der Wall Street bereits mit den Gewinnen am Vortag eingepreist worden waren, verlief das GeschĂ€ft angesichts des US-Feiertags nun sehr ruhig. "Da morgen lediglich ein verkĂŒrzter Handel in den USA stattfinden wird, kann damit gerechnet werden, dass sich viele Marktteilnehmer bereits in das nahende Wochenende verabschiedet haben", stellte Marktexperte Andreas Lipkow fest.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 tendierte am Mittag kaum verÀndert mit 4353,50 Punkte. Der französische Cac 40 FR0003500008 legte um 0,18 Prozent auf 7273,70 ZÀhler zu, wÀhrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,1 Prozent auf 7464,84 Punkte sank.
Auch die Wahlen in den Niederlanden rissen die Börsen nicht aus ihrer Lethargie. Der niederlĂ€ndische Standardwerteindex AEX 25 trat auf der Stelle. Die Niederlande stehen nach dem triumphalen Wahlsieg des Rechtspopulisten Geert Wilders bei der Parlamentswahl vor einem historischen Rechtsruck. Der RechtsauĂen will mit seiner islamfeindlichen Partei regieren und Nachfolger des scheidenden MinisterprĂ€sidenten Mark Rutte werden, der nach einer Rekord-Amtszeit von der nationalen PolitikbĂŒhne abtritt. Doch ob Wilders' Partei wirklich ein BĂŒndnis mit anderen Partnern schmieden kann ist offen. Denn Koalitionsverhandlungen dĂŒrften schwierig werden.
Auch neue Konjunkturdaten halfen wenig. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hatte sich im November zwar ĂŒberraschend deutlich verbessert. Trotzdem rechnen Ăkonomen mit einem Abrutschen der Euro-Wirtschaft in eine Rezession. Zudem fanden die Daten trotz der Stabilisierung nur bedingt Anklang.
"Wenn die vielerorts erwartete konjunkturelle Besserung kommen soll, mĂŒssten sich die Einkaufsmanagerindizes deutlicher auf den Weg zu höheren Niveaus machen", betonte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. "Von einer klaren wirtschaftlichen Verbesserung kann deshalb nicht ausgegangen werden." Vielmehr dĂŒrfte sich die wirtschaftliche Kontraktion des gemeinsamen WĂ€hrungsraumes in die LĂ€nge ziehen.
Bei den Einzelwerten tat sich wenig. Im kaum verĂ€nderten Versicherungssektor fielen Swiss Life CH0014852781 mit zwei Prozent Verlust auf. Die Bank of America hatte die Einstufung auf "Underweight" von "Neutral" und das Kursziel auf 586 von 625 Franken gesenkt. Nach dem starken Anstieg der Aktie im laufenden Jahr sei dieser Schritt aber nicht allzu ĂŒberraschend gewesen, hieĂ es aus dem Handel.
Abgaben verzeichnete auch die Aktie von Endesa ES0130670112. Der spanische Versorger hatte einen neuen Strategieplan vorgelegt, der auf Skepsis stieĂ. Die Analysten von Morgan Stanley befĂŒrchten Korrekturbedarf fĂŒr die KonsensschĂ€tzungen. Die Experten von RBC machten zudem viel Wunschdenken in den Planungen aus. Endesa verloren 2,7 Prozent.
Rund lĂ€uft es dagegen bei Novo Nordisk DK0060534915. Der dĂ€nische Pharmakonzern steckt weiter Milliarden in den Ausbau seiner Produktion. In Frankreich investiert der Konzern jetzt 2,1 Milliarden Euro. Der Konzern reagiert damit auf die hohe Nachfrage nach seinen populĂ€ren Medikamenten zur Gewichtsreduzierung, die zu LieferengpĂ€ssen fĂŒhrte. Die Aktie legte leicht zu.

