Aktien Europa: Deutliche Gewinne - Hoffnung auf Frieden und gute Zahlen stĂŒtzen
13.02.2025 - 12:16:36 | dpa.deHoffnung auf Frieden in der Ukraine und ĂŒberwiegend gute Zahlen groĂer Unternehmen stĂŒtzten.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann am Mittag 1,27 Prozent auf 5.474,16 Punkte und setzte damit seine Rekordjagd fort. Der Schweizer SMI CH0009980894 entwickelte sich mit plus 1,25 Prozent auf 12.872,96 Punkte Ă€hnlich, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,73 Prozent auf 8743,14 Punkte verlor. Er litt damit unter der SchwĂ€che der Ălwerte, die unter den Entspannungssignalen im Osten reagierten.
Die MĂ€rkte erhielten damit einen weiteren Schub. "Neuestes Schmiermittel sind die Hoffnungen auf ein Ende des Krieges in der Ukraine, die die Anleger bei europĂ€ischen Aktien in einen wahren Kaufrausch versetzen", betonte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Er warnte aber: "Die entscheidende Frage ist, wie lange sie die notwendige AbkĂŒhlung noch hinauszögern können."
Stark waren erneut die Nahrungs- und GetrĂ€nkewerte. Die Aktien von Nestle CH0038863350 kletterten um ĂŒber sechs Prozent. Die Zahlen des Nahrungsmittelkonzerns waren etwas besser als erwartet ausgefallen. Schon das Ausbleiben negativer Ăberraschungen sorgte am Markt fĂŒr Erleichterung. Positiv ĂŒberrascht zeigten sich Analysten einerseits von der Wachstumsbelebung im Bereich Health Sciences, andererseits aber auch vom erfreulichen Wachstumsbeitrag aus den SchwellenlĂ€ndern.
Noch stĂ€rker entwickelten sich die Autotitel. Hier kletterten Michelin FR0000121261 nach soliden Zahlen um ĂŒber fĂŒnf Prozent. Auch andere Autowerte und Zulieferer waren gefragt. Auch vage Hoffnungen auf einen möglicherweise glimpflichen Ausgang im US-Zollstreit in diesem Sektor trieb die Kurse laut Experten an.
Einen Kurssprung vollzogen Adyen NL0012969182 mit 14,4 Prozent. Der niederlÀndische Zahlungsdienstleister rechnet nach einem Rekordergebnis im vergangenen Jahr mit einem anhaltend hohen Wachstum.
Es gab aber auch EnttĂ€uschungen. So verloren Unilever GB00B10RZP78 um 6,7 Prozent. Das Zahlenwerk des KonsumgĂŒterherstellers fĂŒr das Jahr 2024 sei zwar robust gewesen, das erste Halbjahr 2025 dĂŒrfte aber etwas schwĂ€cher werden, schrieb Analyst Olivier Nicolai von Goldman Sachs.
Auch Barclays GB0031348658 standen unter Druck und fielen um rund sechs Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen zwar von guten Zahlen, verwiesen aber auf höhere Kosten. Auch beim Ausblick fĂŒr das kommende Jahr hĂ€tten sich Marktteilnehmer wohl mehr erhofft.
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