Europa Schluss: gemeinsame Richtung fehlt
18.07.2025 - 18:48:19Der EuroStoxx 50 EU0009658145 konnte nur bis um die Mittagszeit an seine Vortagserholung anknĂŒpfen. Dann ging es bergab, spĂ€ter auch begĂŒnstigt durch die schwĂ€chelnden US-Börsen. Zum Handelsende notierte der Leitindex der Eurozone 0,33 Prozent tiefer bei 5.359,23 Punkten, womit er auf Wochensicht 0,4 Prozent verlor.
AuĂerhalb des Euroraums fiel die Kursentwicklung am Freitag besser aus. Der schweizerische SMI CH0009980894 gewann 0,18 Prozent auf 11.982,91 Punkte, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,22 Prozent auf 8.992,12 Punkte zulegte.
Im europĂ€ischen Branchentableau EU0009658202 waren neben defensiven Sektoren wie Lebensmittel- und GetrĂ€nkeherstellern EU0009658749 sowie Versorgern EU0009658962 auch die Aktien von Immobilien- CH0043274395 und Ălkonzernen EU0009658780 gefragt.
Letztere profitierten von den weiter steigenden Ălpreisen. Am Markt wurde auf ein neues Sanktionspaket der EU gegen Russland verwiesen, das nach einiger Verzögerung beschlossen wurde. Es soll insbesondere die russischen EinkĂŒnfte aus dem Export von Rohöl in Drittstaaten reduzieren und den russischen Finanzsektor treffen.
Der Ălkonzern BP GB0007980591 trennt sich von seinem US-GeschĂ€ft mit Windenergie an Land. Es ist ein weiterer Schritt der Briten, sich wieder auf ihren Kernbereich mit Ăl und Gas zu konzentrieren. Die Aktie gewann 0,7 Prozent und damit minimal mehr als der Sektor.
Auf Kaufinteresse stieĂen die Aktien der LuxusgĂŒterkonzerne Kering FR0000121485 und Burberry GB0031743007 mit Kursgewinnen von 2,6 beziehungsweise 5,6 Prozent. Die kanadische Bank RBC hĂ€lt einen Verkauf des Kering-Anteils an Valentino fĂŒr vorteilhaft, sollten sich entsprechende Medienberichte bestĂ€tigen. Das von dem gleichnamigen italienischen Designer gegrĂŒndete Unternehmen besitzt der Luxuskonzern gemeinsam mit dem katarischen Fonds Mayhoola. Burberry punktete mit einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsumsatz.
Die Aktien von Vivendi FR0000127771 sprangen um gut 13 Prozent nach oben. Sie profitierten von der Mitteilung der französischen Finanzaufsichtsbehörde AMF, dass MehrheitsaktionĂ€r Vincent BollorĂ© und dessen Holdinggesellschaft BollorĂ© SE bei der Aufspaltung des Medienunternehmens im vergangenen Jahr den ĂŒbrigen Anteilseignern ein öffentliches Ăbernahmeangebot hĂ€tten machen mĂŒssen. Nun soll BollorĂ©, der fast 30 Prozent an der verbliebenen Vivendi hĂ€lt, eine Offerte fĂŒr deren KomplettĂŒbernahme vorlegen.
Aus dem Pharmabereich bĂŒĂten GSK GB0009252882 4,6 Prozent ein. Die Aktien reagierten damit auf das negative Votum eines Ausschusses der US-Arzneimittelbehörde FDA. Die fĂŒr Krebsmedikamente zustĂ€ndigen Experten halten das Chance-Risiko-Profil des Blutkrebsmedikaments Blenrep fĂŒr nicht gut genug.

