Europa Schluss: Gewinne - Trump-Spekulationen und KI-Fantasie
06.01.2025 - 18:40:47 | dpa.deDer Leitindex der Eurozone baute seine Gewinne am Nachmittag aus, nachdem zunĂ€chst ein Medienbericht Spekulationen ĂŒber eine angeblich gemĂ€Ăigtere Zollpolitik des kĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten auslöste.
Ein Dementi von Donald Trump konnte das gute Bild an den Börsen aber nur kurz eintrĂŒben. Global wirkte auch das Boom-Thema KĂŒnstliche Intelligenz (KI) einmal mehr als ein wesentlicher Treiber, was sich an den US-Börsen auch in besonders krĂ€ftigen Kursgewinnen an der technologielastigen Nasdaq-Börse zeigte. Dazu passend hatten auch hierzulande die Tech-Werte mit Abstand die Nase in der Branchentabelle vorn.
Der Leitindex EuroStoxx EU0009658145 schloss 2,36 Prozent höher bei 4.986,64 Punkten und nahm damit wieder Kurs auf die 5.000-Punkte-Marke, die er vor knapp einem Monat letztmals und nur kurz ĂŒberschritten hatte. Von der guten Stimmung lieĂen sich einige LĂ€nderindizes auĂerhalb der Eurozone nur gemĂ€Ăigt anstecken. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schaffte legte um 0,31 Prozent auf 8.249,66 Punkte zu. Der Schweizer SMI CH0009980894 gewann 0,58 Prozent auf 11.691,13 ZĂ€hler.
Ein Blog-Beitrag von Microsoft US5949181045 ĂŒber anstehende Milliardeninvestitionen und starke Resultate des taiwanesischen Auftragsfertigers Foxconn galten als Antreiber der Tech-Rally. Der Teilindex der Technologiewerte gewann fast vier Prozent. Aktien des Chipbranchen-AusrĂŒsters ASML NL0010273215 stiegen an der Spitze des EuroStoxx um 8,7 Prozent. Aktien von Autoherstellern (+2,8%) und Banken (+1,6%) gehörten ebenfalls zu den gröĂten Gewinnern. Am unteren Ende der BranchenĂŒbersicht standen die bei Anlegern als defensiv geltende Telekomwerte mit einem Minus von 0,7 Prozent.
Prosus NL0013654783 sackten trotz ihrer Zugehörigkeit zum Technologiesektor am Ende des Index um mehr als sieben Prozent ab. Das war der stĂ€rkste KursrĂŒckgang seit ĂŒber einem Jahr. Die Kernbeteiligung Tencent, ein chinesischer Internetkonzern, wurde vom US-Verteidigungsministerium als MilitĂ€rfirma eingestuft.
In London verloren Unilever GB00B10RZP78 2,5 Prozent. Die kanadische Bank RBC hatte die Titel des KonsumgĂŒterherstellers abgestuft. Aus Bewertungssicht rĂŒckten die Papiere ungerechtfertigterweise nĂ€her an die Spitze des Sektors, schrieb Analyst James Edwardes Jones.
Rolls-Royce GB00B63H8491 fielen ebenfalls belastet von einem Analystenkommentar um 2,6 Prozent. Experte Charles Armitage von der US-Bank Citigroup hatte seine Kaufempfehlung fĂŒr die Papiere des Flugzeugtriebwerkbauers gestrichen. Nach der Kurserholung seit den Corona-Tiefs nĂ€herten sich die Aktien ihrem fairen Wert, hieĂ es.
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