Aktien, Asien

Aktien Asien: 'Warsh-Schock' löst Verluste zum Wochenauftakt aus

02.02.2026 - 08:24:37

Die fortgesetzten Turbulenzen am Gold- und Silbermarkt haben die AktienmÀrkte in Fernost zum Start in die neue Börsenwoche mit nach unten gezogen.

Am grĂ¶ĂŸten waren die Einbußen in SĂŒdkorea, der Leitindex Kospi sackte um ĂŒber 5 Prozent ab, nachdem er am Freitag eine weitere Höchstmarke erreicht hatte.

Der Aktienhandel in Seoul wurde sogar teilweise unterbrochen wegen der großen KursausschlĂ€ge. Unter Druck gerieten zuvor sehr stark gelaufene Papiere aus der Halbleiterbranche, Samsung Electronics rutschten um gut 6 Prozent ab und SK Hynix um fast 9 Prozent.

"Asiens MÀrkte haben im AbwÀrtsmodus eröffnet nach den Verlusten an den US-AktienmÀrkten am Freitag", schrieb Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Ernennung von Kevin Warsh als neuen Chef der US-Notenbank Fed durch US-PrÀsident Donald Trump habe eine Flucht aus risikoreichen Anlagen ausgelöst. Warsh gilt eigentlich als "Inflation Hawk", der eher zu einem restriktiveren Zinspfad tendiert, um so die Teuerungsrate in den Griff zu bekommen.

KryptowĂ€hrungen, Edelmetalle und Industriemetalle gerieten am Montag weiter unter starken Druck. Diese Verluste griffen auch auf Aktien ĂŒber, so Innes, der von einem "Warsh-Schock" sprach. Die VerkĂ€ufe an den MĂ€rkten seien aber vor allem technischer Natur: Investoren lösten diejenigen Positionen auf, in denen sie zuletzt ĂŒberdurchschnittlich engagiert waren, so etwa in Gold und Silber.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002 verlor 1,25 Prozent auf 52.655 Punkte. An Chinas Börsen ging es noch stĂ€rker nach unten. Der CSI-300-Index CNM0000001Y0 der chinesischen Festlandbörsen sank um 2,2 Prozent auf 4.603 ZĂ€hler, der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungszone Hongkong bĂŒĂŸte sogar 3,2 Prozent auf 26.517 Punkte ein.

Auch die australische Börse konnte sich dem AbwĂ€rtstrend zum Wochenbeginn nicht entziehen. Der S&P/ASX 200 XC0006013624 fiel um gut ein Prozent auf knapp 8.779 Punkte. In Sydney wurden wegen der hohen Einbußen von Gold, Silber und Kupfer die Papiere aus der Bergwerksbranche ĂŒberdurchschnittlich stark verkauft.

@ dpa.de